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Die Vorbereitung auf das große Finale – 3. Staatsexamen (mündlich)

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Steht man vor dem 3. und damit mündlichen Staatsexamen ist es erst einmal ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass man das Studium und das PJ hinter sich gebracht hat. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch nochmal Stress, auch wenn die Durchfallquote recht gering ist.

Die Vorbereitung auf die Prüfung fängt in meinen Augen eigentlich schon mit der Wahl des Wahltertials an, denn es ist ja allgemein bekannt, dass man in diesem Fach neben Innere, Chirurgie und dem zugelosten Fach geprüft wird.

Hier ein Tipp:

Als ich mich vor dem PJ entscheiden musste, dachte ich ein Fach zu nehmen von dem viele sagen, dass die Prüfung locker wird. Schlussendlich habe ich mich aber für ein größeres und damit lerntechnisch umfangreiches Fach entschieden, weil ich mir dachte, dass ich im PJ vier Monate jeden Tag hingehen muss und der Lerneffekt ausbleibt, wenn ich dies nur für eine gute Note im Examen tue. Also, nehmt ein Fach von dem ihr auch später noch profitieren könnt, auch wenn es etwas mehr Lernaufwand bedeutet. Schlussendlich bleibt einiges mehr hängen, wenn man sich für ein Fach interessiert und man aus Interesse lernt und nicht nur, um eine Prüfung zu bestehen. Dann stellt sich, wie vor fast jeder Prüfung die große Frage, wann man mit dem Lernen beginnen soll. Ich kann natürlich nur von meiner Uni berichten aber wir an der LMU wissen ungefähr fünf Wochen vor dem ersten möglichen Prüfungstermin unser Prüfungsdatum, ca. drei Wochen vor der Prüfung werden dann die Einladungen mit den Fächern verschickt, sodass man zu diesem Zeitpunkt 1. weiß, wer einen in dem jeweiligen Fach prüft und 2. welches das zugeloste Fach ist. Danach geht es so schnell wie möglich zur Fachschaft um sich die Protokolle aus vergangenen Prüfungen zu holen zu holen.

Was ich hier jedem empfehlen kann: Bereits im Vorab mit der Abteilung, auf der ihr euer letztes Tertial macht abklären, ob ihr die freien Tage am Schluss nehmen könnt. Dies erspart viel Stress. Ich habe von Kommilitonen gehört, dass diese während des letzten Tertials die Frage nach den freien Tagen gestellt haben und eine Absage bekommen haben. Somit hatten sie weniger Lernzeit und zudem haben sie die freien Tage auch ungewollt „verschenkt“. Bei uns an der LMU dürfen wir max. 20 freie Tage in einem Tertial nehmen und die meisten machen es so, dass sie diese am Schluss nehmen, um mehr Zeit für die Vorbereitung zu haben. Ob man diese freien Tage nun komplett zur Vorbereitung nutzt oder vielleicht noch ein paar Tage zur Entspannung einplant, ist natürlich jedem selber überlassen. Ab Erhalt der Protokolle steht dann die spezifische Vorbereitung an, während der ich von der Klinikleitfaden-Reihe begeistert war, da hier kurz und prägnant alles nachzulesen ist, ohne immer seitenweise lesen zu müssen, um die Antwort zu finden nach der man sucht. Für Chirurgie kann man z.B., sofern der Prüfer wert auf verschiedene Operationen und deren Durchführung legt, auch nochmal in einem Kurzlehrbuch nachlesen. Amboss ist sowohl während des Studiums, als auch für die Prüfungsvorbereitung ebenfalls ein guter Begleiter. Viele Kommilitonen sagen, dass sie sehr von Lerngruppen profitiert haben, in denen sie die einzelnen Protokollthemen nochmal durchbesprochen haben. Dem würde ich sofort zustimmen, denn mündliche Prüfungen sind ganz anders, als schriftliche, aber: Alles in allem ist es bestimmt auch eine Typ-Frage, ob man z.B. der Typ ist sich selber hinzusetzen und zu lernen oder ob man von anderen sozusagen gepusht werden muss, in dem man regelmäßige Lerntermine ausmacht.Alles in allem, und ja ich weiß im Nachhinein ist es immer leichter gesagt, ist die Vorbereitung auf das 3. Stex wesentlich angenehmer als auf das mündliche Physikum. Durch den klinischen Abschnitt hat man bereits einiges gesehen und viele Dinge sind unterbewusst hängen geblieben, auch wenn man aus dem Stehgreif nicht denken würde sich noch daran zu erinnern. In diesem Sinne wünsche ich euch eine erfolgreiche Prüfungsvorbereitungszeit. Mit ein bisschen Glaube an sich selber und Durchhaltevermögen steht dem großen Ziel vom Abschluss des Studiums nichts im Wege.

Aus persönlichen Gründen konnte ich meine Prüfungsvorbereitungszeit nicht in meiner Studienstadt absolvieren, sodass ich diesbezüglich auf mich alleine gestellt war und keine Lerngruppe hatte. Erst hatte ich etwas Bedenken, da man so auch gar nicht weiß, wo man im Vergleich zu anderen steht. Ich habe dann für die großen Themen aus den jeweiligen Gebieten einfach selber so eine Art Kurzreferate vorgetragen, um eben auch auf meine Schwächen hingewiesen zu werden. Diese kommen nämlich auf diese Weise eher zum Vorschein, als wenn man nur gedanklich ein Thema durchgeht.

Zwischen Ende PJ bis zu dem Tag, an dem ich die Protokolle holen konnte, habe ich mich unspezifisch mit den Frage und Antwort Büchern von Elsevier vorbereitet, um einen groben Überblick über die Fächer zu bekommen. Da bis dahin keine spezifische Vorbereitung möglich war, habe ich es für sinnvoll erachtet diese Bücher zu lesen, da sie ebenfalls aus Prüfungsprotokollen stammen, die aber selbstverständlich nicht von den eigenen Prüfern sind aber dennoch schon mal einen groben Eindruck verschaffen.

Eure Eva

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