Studieren in Dresden

Dresden.jpg

Schon lange vor meinem Abitur stand für mich fest, dass ich nach Dresden gehen möchte. Ich finde die Stadt einfach wunderschön. Sie hat das perfekte Gleichgewicht zwischen alt und modern. Noch heute habe ich das Gefühl immer wieder neue schöne Ecken kennen zu lernen.

Viel wichtiger ist aber natürlich auch die Universität an sich. In Dresden liegt medizinische Fakultät direkt an der Uniklinik. Die TU Dresden jedoch ist am anderen Ende der Stadt. Man braucht ca. 30 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln um dort zu sein. Fast alle Vorlesungen, Seminare und Praktika finden in der Nähe der Uniklinik statt. Ich finde es super, dass man in der Regel im Hörsaal sitzen bleiben kann oder in den klinischen Semestern höchstens 10 Minuten laufen muss bis zum nächsten Hörsaal. Es erspart viel Stress.

Nur Chemie im ersten Studienjahr hatten wir am Hauptcampus. Hier mussten wir dann immer die Vorlesung eher verlassen um pünktlich zum Chemie-Praktikum zu kommen. Dazu kam, dass wir zweimal umsteigen mussten. Das ist besonders kompliziert im Winter wenn die Bahnen und Buse unpünktlich sind oder gar nicht kommen. Das hat uns einige Nerven gekostet. Aber zum Glück geht das Semester auch vorüber und dann ist man nur in der Nähe der Uniklinik.

Das Gelände der Uniklinik ist wirklich schön. Auch hier liegen alte Gebäude mit Charme genau neben modernen Komplexen. Dazwischen befinden sich schöne Grünanlagen. Es macht gleich etwas glücklicher, wenn man Anatomie und Co. im Grünen und in der Sonne lernen kann.

Wir haben „nur“ eine Mensa in der Nähe, die subventioniert wird von dem Studentenwerk. Das Essen ist dort ist wirklich gut. Irgendetwas findet man immer und das Personal ist sehr freundlich. Gerade an langen Uni- oder Lerntagen rettet das Mittagessen mich über den Tag und ist häufig auch der Höhepunkt. In der Mensa trifft man Kommilitonen und tauscht sich über den Tag aus. Man kann dort auch mal den Frust loswerden und ebenso über Gott und die Welt lachen.

Auch die Vorlesenden und Betreuer der Praktika sind überwiegend sehr gut. Gerade in den kritischen Fächern wie z.B. Chemie oder Physik sind Vorlesungen sehr gut und was man dort nicht versteht lernt man in den Seminaren. Ich finde nur, dass die Lehre der Anatomie stark zu verbessern wäre. Die Vorlesungen sind leider Zeitverschwendung. Man lernt mehr über seine Weltanschauung als über die Anatomie der Menschen. Man wird von ihm schon wirklich im Regen stehen gelassen. Aber zum Glück gibt es direkt vor Ort eine Bibliothek mit Unmassen an Büchern. Man wird immer fündig oder muss höchstens mal 2 Wochen warten bis man das Buch seiner Wahl in der Hand hält. Ich habe mich dann mit dem Benninghoff durch Anatomie gekämpft. Den „Kleinen“ hatte ich immer in meiner Tasche.

Wenn man frei hat und einfach das Leben genießen möchte, dann gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Der große Garten ist perfekt für lange Spaziergänge oder die ersten Versuche beim Inline-Skaten. Jeden Samstag ist ein Flohmarkt direkt neben der Albertbrücke. Dort kann man entlang schlendern, Schätze finden, leckeren Kuchen essen und Fassbrause trinken. In 15 Minuten ist man in der Stadt und kann stundenlang shoppen – in der Altmarkt-Galerie oder Centrums-Galerie. Wenn man es etwas individueller mag und handgemachte Sachen einem gefallen, dann ist man ebenso in 10 Minuten in der Neustadt. Dort gibt es wunderbare Cafés (z.B. Schokoladenbar in der Alaunstr. 68), süße Geschenkeläden (z.B. Catapult in der Rothenburgestr. 28) und viele Möglichkeiten um abends gemütlich beisammen zu sitzen z.B. auf der Terrasse am Bischofsplatz.

Ich kann Dresden also nur weiterempfehlen und würde immer wieder dort studieren.

Eure Steffi

Share
Tweet
Share
Share