Studieren in Bonn

Studieren-in-Bonn.jpg

Medizin studieren ist toll- keine Frage, aber um das Studentenleben richtig genießen zu können, braucht man neben tollen Kommilitonen auch eine schöne Stadt in der man sich wohl fühlt. Ich studiere in Bonn und aus diesem Grunde werde ich euch in diesem Artikel die Stadt vorstellen und euch ein paar Besonderheiten zum Studium hier in Bonn erzählen.

Wie ihr alle wahrscheinlich wisst, ist Bonn einmal die Bundeshauptstadt gewesen und von daher sind auch heute noch viele Ministerien in Bonn zu finden. Wenn ihr jetzt glaubt, dass die ehemalige Bundeshauptstadt sehr viele Einwohner hat, liegt ihr falsch, denn Bonn hat nur rund 300.000 Einwohner und ist somit sehr überschaubar. Die Größe macht Bonn auch sehr gemütlich, denn alles ist nah beieinander und man muss beim Fahrradfahren nicht so sehr um sein Leben bangen wie in Köln.

Bonn liegt genau wie Köln oder Düsseldorf am Rhein und hat unter anderem die Nähe zur Sieg, wo man sich im Sommer sehr gut abkühlen kann. Neben der Nähe zum Rhein, findet man in Bonn auch sehr viele Grünflächen, wo man perfekt Zeit mit Freunden verbringen kann. Direkt vor dem Hauptgebäude, wo man als Medizinstudent leider nur einmal in seinem gesamten Studium sein wird, gibt es eine riesige Grünfläche und auch in Poppelsdorf, wo man als Medizinstudent etliche Stunden verbringt, gibt es vor dem wunderschönen Poppeldorfer Schloss genug Platz um die Sonne zu genießen. Da ich schon das Poppelsdorfer Schloss erwähnt habe, kommen wir zum nächsten Aushängeschild von Bonn und das sind die tollen alten Gebäude. Bonn wurde im Vergleich zu vielen anderen deutschen Städten während des Krieges nicht so stark zerstört, so dass man überall noch viele wunderschöne Altbauten sieht, die natürlich super begehrt sind. In der Altstadt, die natürlich über viele kleine gemütliche Kneipen besitzt, gibt es neben der Altbauten noch eine Besonderheit, die man so nur in Bonn zu Gesicht bekommt. Wenn es im April wieder wärmer wird, kommt man mit dem Auto kaum noch durch die Altstadt durch, weil Menschen die Straße versperren. Die Menschen versperren die Straße, weil sie sich unter den traumhaft schönen blühenden Kirschbäumen fotografieren. Es sind Alleen von Kirschbäumen und auch wenn ich schon mittlerweile einige Jahre in Bonn wohne, zieht es mich jedes Mal in die Altstadt, wenn die Kirschblüten zu sehen sind. Alte Gebäude gibt es in Bonn jedoch nicht nur als Wohnraum, denn als Student der Uni Bonn kommt man in den Genuss in den meiner Meinung nach schönsten Gebäuden der Stadt, studieren zu können.

Bonn bietet neben den schon erwähnten Grünflächen auch viele Bars und Kneipen, wo man die Abende verbringen kann. Auch zu erwähnen ist das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Restaurant Tuscolo, wo es die besten Pizzen weit und breit gibt. Man kann in Bonn auch gut feiern gehen, wobei man auch nach einer circa 20 minütigen Bahnfahrt die Möglichkeit hat, im etwas lebhafteren Köln feiern zu gehen. Etwas darf ich aber nicht vergessen zu erwähnen und das ist die bekannteste Süßigkeit aus Gelatine. Gemeint sind die Gummibärchen, denn Haribo kommt ursprünglich aus Bonn.

So genug jetzt habe ich genug von der Stadt selbst erzählt und komme nun zu dem Teil, der für einen Medizinstudenten interessant ist. In der Vorklinik finden 90% der Veranstaltungen in der Nussallee in Endenich statt. Von hier aus ist man mit dem Rad innerhalb von 5 Minuten in der Innenstadt. Neben den üblichen Fächern in der Vorklinik, bietet die Uni Bonn auch noch weitere extracurriculare Veranstaltungen an. So ist zum Beispiel das Mentorenprogramm der Uni Bonn eine Möglichkeit, den Erst- und Zweitsemester zu Beginn des Studiums zu zeigen, wofür die Fächer in der Vorklinik wirklich wichtig sind. So wird schon früh vorklinisches mit klinischem Wissen verknüpft und somit das Verständnis verbessert. Hinzu kommen noch die mündlichen Physikumssimulationen, die die Mentoren organisieren und die Semester für Semester sehr gutes Feedback dafür bekommen. Auch das „Sono meets Prometheus“- Projekt ermöglicht den Vorklinikstudenten, anatomisches Wissen aus der Vorklinik mit der klinischen Fertigkeit dem Sonografieren zu verknüpfen.

Wenn die Vorklinik abgeschlossen ist, wird man vom Berg gerufen, denn ab jetzt finden fast alle Veranstaltungen auf dem Klinikgelände auf dem Venusberg statt. Oben auf dem Venusberg ist man zwar etwas abgeschieden vom Rest der Studenten, aber dafür liegen alle Gebäude nah beieinander und je nachdem wo man sich gerade befindet, hat man eine tolle Aussicht über Bonn.

Auch in der Klinik erwarten einen viele Angebote neben den normalen Univeranstaltungen. Neben der Möglichkeit bei vielen ehrenamtlichen Projekten mitzuarbeiten, verfügt die Uni Bonn über ein sehr großes Skills Lab in der man viele praktische Fähigkeiten erlernen kann. Das Angebot geht vom Nahtkurs bis hin zum Erlernen minimal invasiver Fähigkeiten. Besonders zu erwähnen ist auch das Projekt „Sono for Students“, wo man von ausgebildeten Studenten angeleitet wird und die Möglichkeit hat, intensiv im Bereich Sono ausgebildet zu werden.

Wer nicht die ganze Zeit seines Studiums in Bonn verbringen möchte, hat natürlich auch an der Uni Bonn die Möglichkeit ein ERASMUS-Semester zu machen. Von Finnland bis zu den Kanaren, stehen einem hier ganz viele Studienorte zur Auswahl.

Ich hoffe ich habe euch Bonn als Studienort schmackhaft gemacht und ich kann euch versichern, dass ihr nicht enttäuscht sein werdet, wenn ihr für Bonn eine Zusage bekommen habt. Viel Spaß beim Studium und vielleicht bis bald in Bonn.

Eure Sabrina

Share
Tweet
Share
Share