Wisst Ihr schon: was Ihr hinterher machen wollt part ii

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Letzte Woche habe ich schon einige Facharztrichtungen unter die Lupe genommen, da ich am Ende des Praktischen Jahrs angekommen bin und mir über meine Zukunft Gedanken mache.

Im zweiten Teil werde ich weiterhin laut Denken und ein paar Fachrichtungen auf Herz und Nieren prüfen: Satire, Ironie oder Sarkasmus sind nicht ausgeschlossen 🙂

Neurologie: Auch ein Fach, was mich aufgrund der wirklich beeindruckenden topographischen Diagnostikmöglichkeiten beeindruckt hat. Der Neurologe klopft hier ein bisschen, zieht da ein wenig, dreht den Patient einmal im Kreis und Zack, hat er eine recht genaue Diagnose und kann sehr genau benennen, an welcher Struktur der Schaden liegt. Leider hört in der Neurologie bei sehr vielen Erkrankungen das Wissen bei der Diagnose auf. Zuviel ist nicht heilbar, bei vielen angeborenen Erkrankungen bleibt einem nur die Aufgabe eine schlechte Nachricht zu überbringen.

Pädiatrie: Knuffig sind sie ja schon, wenn sie mit ihren 3 Jahren in die Ambulanz gestiefelt kommen, alles was glänzt und nach Spaß aussieht anpacken möchten und mit regem Interesse dabei zusehen, wie man aus einem blauen Handschuh einen Luftballon basteln kann. Wären da nicht die Erziehungsberechtigten, welche in einer nicht allzu geringen Frequenz hysterisch, keuchend neben einem stehen und ihr Wikipedia oder Krabbelgruppenwissen ans Ohr schmeißen und eigentlich selber viel besser wissen, was das Beste für Ihr Kind ist, was sowieso das schlaueste dieses Erdballs ist… Ne, zu anstrengend… 🙂

Rechtsmedizin: Selten hat mir ein Praktikum im klinischen Abschnitt so viel Spaß gemacht wie dieses. Offenbar muss man ein Seminar für schwarzen Humor und Sarkasmus vorlegen um hier eingestellt zu werden. Leider wird’s ziemlich unlustig, sobald Patientenkommunikation stattfinden muss, kommt es zu dieser doch meist nur mit schwer traumatisierten Patienten und das kann es auf Dauer ja auch nicht sein, oder?

Pathologie: Der Fairness halber habe ich auch einen kleinen Gedanken an dieses Fach gehabt, bin aber aufgrund meiner massiven Allergie gegen HE und Immunhisto Bilder schnell zur Entscheidung gekommen, dass ich hier nicht gut aufgehoben wäre. Allerdings, das muss man sagen: ist die Belastung in diesem Fach nicht so hoch, wie in anderen Kliniken und Freiheiten zur persönlichen Entfaltung vor allem in der Forschung hätte man hier ausreichend.

Ich könnte jetzt noch tausend Fachgebiete durchkauen, am Ende steht fest, dass man in jeder Fachrichtung Kompromisse eingehen muss. Dass die Bezahlung in den ersten Jahren in jeder Fachrichtung gleich ist, macht es hier dann leider auch nicht einfacher, wäre die Auswahl über „Geld“ doch auch eine legitime.

Ich bin gespannt wohin es mich am Ende zieht, wahrscheinlich bewerbe ich mich einfach mal auf viele verschiedene Fachrichtungen und lasse mich dann einfach mal treiben…

Euer Pascal

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