Famulaturbericht Pädiatrie

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Am Ende des siebten Semesters hatte ich die Möglichkeit zwei Wochen auf der Pädiatrie in Schwarzach im Pongau (Österreich) zu famulieren. Am ersten Tag wurde ich in der Morgenbesprechung gleich herzlich willkommen geheißen. Außer mir waren noch zwei Praktikanten auf der Station, die im Klinisch-praktischen Jahr sind. Ich konnte mich mit ihnen unterhalten und mit Ihnen Erfahrungen austauschen. Während der Famulatur wurden wir meist einzeln betreut, um uns intensiveres Üben zu ermöglichen.

Vor Kurzem übersiedelte die Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde in Schwarzach in einen neu gebauten Trakt. Deshalb ist die Station sehr modern ausgestattet und auch die Patientenzimmer sind sehr hell und freundlich. All das ermöglichte mir einen sehr angenehmen Einstieg in die Pädiatrie.

Nach der Morgenbesprechung wurde am Stützpunkt jeder Patient noch einmal durchbesprochen und in schwierigeren Fällen machte sich der Primar danach selbst noch einmal ein Bild von dem/r PatientIn. Diese Diskussionen im Vorfeld waren für mich sehr spannend und ich konnte hier schon einige theoretische und praktische Dinge mitnehmen.

Anschließend hatte ich die Möglichkeit mit auf Visite zu gehen und auch selbst Herz und Lunge abzuhören, die Ohren und den Mund zu inspizieren und auch einmal den neurologischen Status bei einem Kind erheben zu üben. Selbstverständlich ist das nicht bei jedem Kind möglich! Die einen sind ganz ruhig und kooperativ und die anderen sind sehr unruhig und weinen. Aber meiner Meinung nach gehört das einfach zur Pädiatrie und manchmal wird da schon die eigene Geduld gefordert. Aber mit etwas Spaß und Geschick gelang es meistens auf Anhieb einen ordentlichen Status zu erheben. Natürlich gehört da auch ganz viel Übung und Erfahrung dazu. Zwei Wochen sind einfach viel zu kurz, in dieser Zeit kann man nur ein bisschen in die Pädiatrie hineinschnuppern. Ich möchte auf alle Fälle eine weitere Famulatur auf diesem Fachgebiet absolvieren, wann weiß ich noch nicht genau.

Nach der Visite ging ich dann meistens auf die Ambulanz. Dort wurden geplante Aufnahmen und auch Notfälle untersucht.

Ich nutzte auch die Möglichkeit und verbrachte einen Tag auf der Psychosomatik für Kinder und Jugendliche. Das ist wieder ein ganz anderes Spektrum. Sehr interessante, aber oftmals auch komplexe Fälle. Für mich ein neues Bild von Krankheiten und auch die Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegern, Pädagogen, Psychologen und Sozialarbeitern war für mich neu.

Außerdem hatte ich die Gelegenheit auf Wochenbett-Visite mitzugehen. Ich durfte auch die Herzen der Neugeborenen abhören, Reflexe testen und die Femoralis-Pulse tasten.

Meiner Meinung nach sollte man, bevor man auf der Pädiatrie famuliert, auf anderen Stationen Praktikum gemacht haben, damit man schon ein bisschen geübt ist im Status erheben, Blut abnehmen etc. weil gerade bei Kindern ist das sicherlich nicht einfacher und ich hatte hier auch nicht so häufig Gelegenheit dazu als zum Beispiel bei meiner Famulatur auf der Internen Abteilung.

Abschließend kann ich diese Famulatur nur weiterempfehlen, weil man neue Krankheitsbilder sieht, die einem auf Inneren Abteilungen etc. nicht begegnen. Auch die Zusammenarbeit mit Kindern stellt einen wieder vor ganz andere Herausforderungen und war für mich persönlich eine große Bereicherung.

Eure Stephanie

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