Famulatur – Unfallchirurgie

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Ich konnte meine Famulatur auf der Unfallchirurgie im Unfallkrankenhaus kaum noch erwarten, da ich bereits so viel Positives über eine Famulatur in diesem Haus gehört habe. Die Anatomie des ersten Jahres, in dem an meiner Uni hauptsächlich die Knochen, Muskeln, Gelenke und Nerven gelehrt werden, hatte ich intus. Somit konnte es losgehen.

Am ersten Tag wurde ich bereits sehr freundlich in Empfang genommen, es folgte eine genaue Hygieneeinschulung für uns Famulanten. Während einer Führung durchs gesamte Haus wurden uns die Hygienebestimmungen in den diversen Bereichen, wie dem OP, nähergebracht. Anschließend wurden wir dem gesamten Ärzteteam vorgestellt. Der Tagesablauf wurde uns erklärt und somit freuten wir uns schon auf die kommenden Tage.

Der nächste Tag begann mit der Morgenbesprechung, während der ich in den OP zu meiner ersten Assistenz gerufen wurde. Eine Hüft-Totalendoprothese. Am Anfang wurde mir die Bleischürze angelegt, da unter Röntgenaufnahmen operiert wurde. Anschließend wurde mir nochmals das Einwaschen für die OP gezeigt. Mir wurde viel erklärt und ich war mit dem Halten der Haken gut beschäftigt. Danach ging es in die Erstaufnahme, wo ich den Ärzten beim Feststellen der Diagnosen zusehen durfte. Die Ärzte waren sehr gewollt mir die Röntgenbilder zu erklären. Sie ließen mich auch immer meine Gedanken bzw. meine Meinung zu den Bildern äußern und korrigierten mich wenn ich falsch lag.

Die Anwesenheit von uns Famulanten beschränkte sich meist auf von 7:30 Uhr bis 14:30. Ab dem dritten Tag versuchte ich jedoch, meist ein wenig früher anzufangen, um auf den Stationen die Blutabnahmen und Zugänge üben zu können. Meist mussten wir auch ein wenig länger bleiben, zumindest einer von uns, da eine Assistenz für Notfalloperationen gebraucht wurde.

Mein Lieblingsbereich war die Wundversorgung, die auch täglich am Plan stand, dort durfte ich kleinere Versorgungen unter der Aufsicht des diensthabenden Arztes selbst machen. Ich spritzte die Wunde mit einem Lokalanästhetikum ein und desinfizierte den Bereich, dann begann ich die Wunde zu nähen.

Alles in allem war und bin ich von meiner 4-Wöchigen Famulatur in der Unfallchirurgie sehr begeistert. Ich habe sehr viel gelernt und durfte sehr viel auch selbst machen und die Ärzte waren sehr bemüht ihr Wissen an uns weiterzugeben.

Eure Lisa

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