Famulatur im Kinderzentrum Dresden-Friedrichstadt- Ambulanz

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Meine Ambulanz-Famulatur habe ich im Kinderzentrum Dresden-Friedrichstadt absolviert. Im Kinderzentrum gibt es eine Gemeinschaftspraxis von Kinderärzten mit normalen Sprechstunden, aber daneben auch alle möglichen Spezialisten verschiedenster Fachrichtungen. Pulmologie/Allergologie, Kardiologie, Neuropädiatrie, Hämatologie/Onkologie, Kinderchirurgie, Neuropädiatrie, Humangenetik, Endokrinologie, Gastroenterologie, Sonografie, Mütterberatung, psychologische Beratung – alles unter einem Dach vereint.

Ich konnte als Famulantin quasi in alle Abteilungen „hereinschnuppern“, was wirklich unglaublich bereichernd war. In den „normalen“ Akut-Sprechstunden und bei den Vorsorgeuntersuchungen konnte ich bei den Untersuchungen dabei sein, je nach Gemütslage des Kindes auch immer mit abhören und in den Mund und Ohren sehen und dabei ein gutes Querschnittsbild der Kinderkrankheiten aber auch einige besondere Krankheitsbilder besser kennenlernen.

In der Kinderchirurgie konnte ich bei den ambulanten Eingriffen zusehen und auch assistieren, was für mich als OP-Neuling sehr interessant und ein wunderbarer Einstieg war durch die Kürze der Eingriffe (im Durchschnitt eine halbe bis dreiviertel Stunde) und die relativ ruhige Atmosphäre, in der ich viel vom Chirurgen und Anästhesisten lernen konnte. Die Standard-OPs waren Phimosen, Hernien, Hodendystopien oder verschiedene Dermoidzysten- und Naevi-Entfernungen – also doch recht überschaubare Eingriffe.

In der Humangenetik konnte ich auch bei einigen Beratungen und Untersuchungen dabei sein. Sehr dankbar war ich auch, dass ich an meinem letzten Tag extra gerufen wurde um bei der Beratung der Familie eines Kindes mit dem Cri-du-Chat-Syndrom dabei sein zu können. In der Pulmo/ Allergologie war ich nur kurz bei den Untersuchungen dabei, aber eine Weile bei der Funktionsdiagnostik und konnte dort die Lungenfunktionsuntersuchungen, Prick-Tests, Hyposensibilisierungen und ähnliches miterleben. In der Kardio wurde ich zu einem Echo bei einem Patienten mit Verdacht auf Marfan mitgenommen; in der Neuropädiatrie-Sprechstunde konnte ich ein paar neuromuskuläre Erkrankungesbilder sehen. Bei der Sonographie gab es natürlich die U3-Hüftscreenings, aber auch ab und zu Untersuchungen der ableitenden Harnwege oder des Darms zu sehen.

Sehr spannend waren für mich auch die Endokrinologie-Sprechstunden, in denen ich ein bisschen in den Fingenknochen-Röntgenbildern lesen lernte und die verschiedensten hormonellen Störungen, v.a. aber des Wachstums kennen lernte. Immer wieder gute Laune bekam ich natürlich bei den Mütterberatungen (U3-5), auch wenn den Kleinen ihre gute Laune beim Impfen doch meist verging.

Mittagessen wurde in der Kantine des Hauses gestellt und das Klima unter den Kollegen war auch sehr angenehm. Ich war begeistert von meinem Monat im Kinderzentrum und wenn jemand von euch in die Pädiatrie gehen möchte, kann ich es euch wirklich sehr empfehlen.

Eure Mareike

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