Hilfe ich bin ein Ersti

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Für die meisten von Euch hat das lange Warten auf die Zusage schon ein Ende gefunden und Ihr könnt grinsend durch die Gegend laufen, weil Ehr die erste große Hürde geschafft habt. Die einen von Euch haben wahrscheinlich dieses oder letztes Jahr Abitur gemacht und die anderen, die keinen 1,0er Schnitt oder ähnliches hatten, standen schon etwas länger mit beiden Beinen im Berufsleben. Ihr habt also alle eine andere Ausgangsbasis, aber vor Beginn des Studiums stellen sich alle Erstsemester die gleichen Fragen. Wie kann ich noch so schnell eine Wohnung finden? Wo finde ich meinen Stundenplan? Wie sind meine zukünftigen Kommilitonen so drauf? Das sind nur einige der vielen Fragen die einem als Erstsemester durch den Kopf schwirren. Im folgenden versuche ich Euch ein paar Antworten auf diese Fragen und allgemeine Tipps zum Studium zu geben.

Fangen wir doch direkt mit dem nervenaufreibendsten Thema an: „der Wohnungssuche“! Dank Hochschulstart kann man sich seine Uni leider nur begrenzt aussuchen und so kann es auch vorkommen, dass man in einer Stadt landet, die man noch nie besichtigt hat. Wenn Ihr in dieser Situation seid, dann solltet Ihr vor Beginn der Wohnungssuche auf der Internetseite der medizinischen Fakultät in Erfahrung bringen, wo genau Ihr Eure Vorlesungen und Seminare in den ersten Semestern haben werdet. An den meisten Unis findet der Großteil der Veranstaltungen in nahe beieinander liegenden Gebäuden statt. Wenn Ihr Euch die Standorte auf Maps oder ähnlichem markiert habt, seht Ihr in welchem Stadtteil man wohnen sollte, um einen möglichst kurzen Weg zur Uni zu haben. Nachdem Ihr einen groben Überblick von der Stadt bekommen habt, könnt Ihr mit der Wohnungssuche loslegen. Auf diversen Online-Plattformen wie studenten-wg.de, wg-gesucht.de, immowelt.de oder immobilienscout24.de findet man viele Wohnungs- und WG-Angebote, die natürlich von Stadt zu Stadt preislich sehr stark schwanken können. Wenn Ihr etwas Interessantes gefunden habt, heißt es schnell sein, denn schöne Wohnungen sind meist schnell vergeben. Schreibt dem Vermieter oder der WG einfach eine Mail oder ruftn an, um einen Termin zu vereinbaren.

Wenn die Wohnungsfrage geklärt ist, kommt die nächste Hürde: „der Stundenplan“. Ihr könnt froh sein, dass Ihr anfangt Medizin zu studieren, weil man in diesem Studiengang seinen Stundenplan nicht mühsam zusammenstellen muss. Meist findet man den für das jeweilige Semester vorgesehenen Stundenplan auf der Homepage der medizinischen Fakultät oder der Fachschaftsseite für Medizin. Es kann allerdings sein, dass es unterschiedliche Planungsgruppen gibt und die Stundenpläne der einzelnen Gruppen voneinander abweichen, aber wenn dem so ist, dann ist das auch auf der Internetseite erklärt. Wenn Ihr den Stundenplan das erste Mal in Händen haltet und seht, dass da Fächer drauf stehen, die Ihr schon seit Jahren nicht mehr hattet, dann bekommt nicht direkt Panik. Mittlerweile bietet fast jede Uni in Deutschland Vorkurse an, wo Ihr Schulkenntnisse wieder auffrischen oder Lücken auffüllen könnt. Die Vorkurse finden meist 3 bis 4 Wochen vor Unibeginn statt und sie sind nicht nur wegen des Lernerfolgs zu empfehlen. Hier habt Ihr die Möglichkeit zum ersten Mal Eure zukünftigen Kommilitonen zu sehen und kennen zu lernen.

Eine weitere Empfehlung meinerseits ist auch die berühmt berüchtigte Erstiwoche, die in einigen Unistädten auch Orientierungswoche genannt wird. Die Erstiwoche wird meist von der Fachschaft organisiert und umfasst Stadtralleys, Flunkyballturniere, gemeinsames Feiern gehen, Kneipenabende und vieles mehr. Hinzu kommt dann noch meist eine Erstifahrt und auch wenn bei den einzelnen Veranstaltungen der Alkohol nie fehlt, habt Ihr hier die Möglichkeit viele neue Leute kennenzulernen und was von der Stadt zu sehen. In vielen Fällen ist es dann auch so, dass man mit den Leuten, die man in der Erstiwoche kennengelernt hat, in den ersten paar Wochen die meiste Zeit mit verbringt.

Wenn das Feiern ein Ende gefunden hat und die ersten Uniwochen bevorstehen, merkt Ihr ganz schnell, dass studieren anders als in die Schule gehen ist. Man ist viel mehr auf sich allein gestellt, aber das ist nicht unbedingt von Nachteil. Im Medizinstudium hat man zwar viele Seminare und Praktika die Pflicht sind, aber ihr könnt selbst entscheiden, ob ihr zu Vorlesungen gehen wollt oder nicht. Guckt Euch am besten so früh es geht nach Leuten aus höheren Semestern um, die können euch oft gute Tipps geben. Die können euch zum Beispiel sagen, auf was Ihr den Fokus beim Lernen für die einzelnen Fächer legen sollt oder welche Vorlesung man sich unbedingt anhören sollte. Generell möchte ich Euch eine Sache mit auf den Weg geben: genießt das Studentenleben und freut Euch auf die Uni! Viele Professoren bauen direkt in den ersten Wochen viel Druck auf, sagen Sätze wie „am Ende des Studiums wird nur noch jeder zweite von Ihnen hier sitzen“, aber lasst Euch dadurch nicht verunsichern. Klar, das Medizinstudium ist nicht leicht und gerade am Anfang fällt einem das Lernen sehr schwer, aber alles ist machbar und es haben schon viele vor Euch geschafft!

Also Viel Spaß und genießt es!

Eure Sabrina

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