Pflege im Kontext von Entwicklung und Alter – 1000 Fragen, 1000 Antworten

In der Ausbildung im Pflegebereich gilt es viele unterschiedliche Dinge aus unterschiedlichen Themengebieten zu erlernen und zu beachten. In der Kategorie „1000 Fragen, 1000 Antworten“ (in Anlehnung an das Buch „PFLEGEN 1000 Fragen, 1000 Antworten“) beantworten wir immer wieder Fragen zu unterschiedlichen Bereichen, u.a. Berufsbild Pflege, Grundlagen pflegerischen Handelns oder Sofortmaßnahmen in der Pflege. In diesem Beitrag dreht sich alles um die Pflege im Kontext von Entwicklung und Alter.

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Photo courtesy of Elsevier / Colourbox

Was ist der Unterschied zwischen Anlage und Umwelt?

Der Begriff Anlage meint genetische Faktoren (Disposition). Die Umwelt bezeichnet die Gesellschaft und äußere Einflüsse, die auf ein Individuum einwirken. Somit werden auch Kultur, soziale Schicht und Familie zur Umwelt gezählt. Anlage und Umwelt lassen sich kaum voneinander trennen, denn durch Stimmungen und Reaktionen der Person wirken diese auf die Umwelt ein und umgekehrt. Somit stehen die Begriffe in einer dauerhaften Wechselwirkung zueinander.


Was ist mit Sozialisation gemeint?

Sozialisation ist ein Prozess, den die Person durchlebt, wenn eine Eingliederung in die Gesellschaft stattfindet. Die Normen, Werte und Verhaltensweisen bzw. Rollen der Gruppe werden übernommen, damit die Person in der Kultur handlungsfähig wird. Man unterscheidet:

Primäre Sozialisation

  • Findet bereits in der frühen Kindheit statt (Kreis der Familie)
  • Die Verhaltensweisen, Werte und Normen werden von der Familie vermittelt

Sekundäre Sozialisation

  • Kontakte mit Gleichaltrigen (Kindergarten, Schule)
  • Jugendliche (Peergroups)
  • Die Verhaltensweisen, Werte und Normen werden von der Gesellschaft und den Instanzen vermittelt

INFO
Generell lässt sich sagen, dass die Sozialisation ein lebenslanger Prozess ist und nicht nach der Pubertät aufhört.


Was bedeutet Coping?

Der Begriff Coping (Bewältigung) wird genutzt, wenn es um Bewältigungsstrategien im Umgang mit einem Problem oder einer belastenden Situation geht. Die Person nutzt ihre Strategien, um mit den neuen Situationsanforderungen umgehen zu können.


Weitere Fragen und Antworten zur Situation des Patienten und seiner Angehörigen gibt es hier im 2. Kapitel:

PFLEGEN 1000 Fragen, 1000 Antworten

Maren Heilig & Katharina Everts

ISBN: 9783437254123

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