Gesundheits- und Kinderkrankenpflege – 1000 Fragen, 1000 Antworten

In der Ausbildung im Pflegebereich gilt es viele unterschiedliche Dinge aus unterschiedlichen Themengebieten zu erlernen und zu beachten. In der Kategorie „1000 Fragen, 1000 Antworten“ (in Anlehnung an das Buch „PFLEGEN 1000 Fragen, 1000 Antworten“) beantworten wir immer wieder Fragen zu unterschiedlichen Bereichen, u.a. Berufsbild Pflege, Grundlagen pflegerischen Handelns oder Sofortmaßnahmen in der Pflege. In diesem Beitrag beantworten wir dir 3 Fragen zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.

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Was sind Rotaviren?

Beim Rotavirus handelt es sich um ein hochansteckendes Virus, das mit am häufigsten für Magen-Darm-Erkrankungen bei Kleinkindern verantwortlich ist. Im Laufe des ersten Lebensjahrs entwickelt man eine Resistenz gegen das Virus, die aber nicht ein Leben lang anhält. Somit ist eine Erkrankung mit dem Virus mehrfach möglich. Die Übertragung erfolgt durch eine Schmierinfektion. Da die Erreger in der Umwelt sehr stabil sind, überleben sie lange auf Gegenständen und können darüber eine Ansteckung verursachen. Des Weiteren bleiben die Viren in getrocknetem Stuhl mehrere Tage und in Wasser bis zu mehreren Wochen ansteckend. Der Erregernachweis und die Erkrankung sind nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.

INFO
Die Inkubationszeit beträgt 1–3 Tage. Da die Erreger auch nach Abklingen der Symptome noch bis zu acht Tage mit dem Stuhl ausgeschieden werden können, sind die Betroffenen in diesem Zeitraum weiterhin ansteckend, selbst wenn sie selbst bereits beschwerdefrei sind. Bei abwehrgeschwächten Patienten und Frühgeborenen besteht die Ansteckungsgefahr unter Umständen deutlich länger. Daher sollten hier sicherheitshalber Stuhlproben abgenommen werden, bis sicher ist, dass keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.


Wie wird eine Leukämie therapiert?

Die Therapie der Leukämie hängt von der Form ab. Generell steht eine Chemotherapie im Mittelpunkt. Hierdurch sollen die Leukämiezellen zerstört werden. Die Therapie ist hochgiftig und zerstört neben den blutbildenden Zellen auch das Immunsystem des Patienten, daher hat dieser keine Abwehrkräfte und ist extrem infektionsgefährdet. Für die Prävention einer Infektion wird der Patient in einer Umkehrisolation betreut. Des Weiteren erhalten die Betroffenen keimreduzierte Kost, also nur abgepackte Lebensmittel, keine Rohmilchprodukte oder rohen Fleischprodukte.

Bei chronischen Formen ist die Chemotherapie weniger aggressiv, wird aber über einen längeren Zeitraum verabreicht. Zusätzlich wird die Gabe von Antikörpern, Strahlentherapie und eine Stammzellinfusion in Erwägung gezogen. Die Stammzelltherapie ist die einzige Möglichkeit der vollständigen Heilung, sie ist jedoch mit einem sehr großen Risiko verbunden.

Bei akuten Leukämien wird eine sehr aggressive Form der Chemotherapie verabreicht, die die Patienten sehr stark beeinträchtigt und schwächt. Daraufhin folgt die sogenannte Konsolidierungstherapie (Folgebehandlung, sie dient der Erhaltung des primären Therapieerfolgs), die häufig einen Zeitraum von einem Jahr einnimmt. Je nach Allgemeinzustand und Rückfallrisiko des Patienten wird hier eine weitere Chemotherapie oder eine Stammzelltherapie durchgeführt.


Wie wird die Diagnose Meningitis gestellt?

  • Anamnese mit körperlicher Untersuchung (Nackensteifigkeit testen)
  • Lumbalpunktion zur Gewinnung von Liquor; zur Zellzahlbestimmung (Leukozyten bei Meningitis erhöht)
  • Labor mit Blutkulturen zum Erregernachweis
  • Kranielles CT um andere Ursachen auszuschließen und Infektionsquellen oder Komplikationen zu erkennen
  • Gegebenenfalls MRT aus den gleichen Gründen wie das CT
  • Herdsuche bei Verdacht einer anderen Entzündung als Ursache (bei bakterieller Meningitis)

Weitere Fragen und Antworten zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflege gibt es hier im 7. Kapitel:

PFLEGEN 1000 Fragen, 1000 Antworten

Maren Heilig & Katharina Everts

ISBN: 9783437254123

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