Selbstbehauptung in der Praxis

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Der Umgang mit Patienten und/oder Angehörigen ist nicht immer leicht! Besonders für Medizinstudenten in den ersten (Pflege)-Praktika/Famulaturen.

Patienten, die eine schwere Diagnose bekommen haben, Angehörige die unnötige und kostenintensive Untersuchung einfordern und Missachtung gegenüber der Arbeit der jungen ärztlichen und pflegerischen Kollegen, sind nur 3 Beispiele für schwierige Situationen.

Auch gibt es kaum eine Ärztin, die nicht schon mal für eine Krankenschwester gehalten wurde! Ein Pflegeschüler wird dagegen gerne mal als Arzt angesehen. Das ist immer noch klinischer Alltag in Deutschland.

Wichtig ist, was man aus der Situation und den Erfahrungen macht! Vor allem ein höflicher, aber direkter Umgang ist wichtig. Dieser erfordert aber einiges von Medizinstudenten und darf nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Solche Situationen auch mit älteren Kollegen zu besprechen (Supervision), hilft den Umgang zu schulen.

Viele Universitäten bieten Kurse mit Schauspielpatienten an (Berlin, Hannover, Heidelberg, Lübeck, Witten,…). Dies ist eine prima Gelegenheit schwierige Situationen zu üben und sich für den klinischen Alltag vorzubereiten. Die passenden Worte zu finden, ist oftmals auch eine Erfahrungsfrage und die Vorbereitung dazu ist wichtig.

Mit den Schauspielpatienten können verschiedenste Situation besprochen werden (Wie vermittle ich dem Patienten eine Krebsdiagnose? Wie fördere ich einen Tabakentzug? oder Wie vermittle ich, dass ein Angehöriger verstorben ist?). Dies sind häufige Situationen im klinischen Alltag, die oft sehr schwierig für den Patienten wie auch Angehörige sind.

Meine Empfehlung: Nehmt diese Kurse war und nutzt die Gelegenheit! In der klinischen Routine bleibt meist kaum Zeit dafür. Umso wichtiger sind die Erfahrung und die Vermittlung an den Patienten oder die Angehörigen!

Euer Lukas

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