Reisestipendium zum Chirurgenkongress in München

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Halli hallo liebe Blogleser! Ich möchte euch von der coolen Woche berichten, die ich im Rahmen des Chirurgenkongresses in München verbracht habe. Jedes Jahr wird auf dem Chirurgenkongress ein Studentenforum organisiert. Es handelt sich um ein Programm für chirurgieinteressierte Studenten, welches aus Workshops und Vorträgen besteht. Um an dem Programm teilnehmen zu können, muss man sich jedoch vorher mit einem Formular bewerben. Der Kongress hat dieses Jahr vom 21. bis 24. März stattgefunden, die Bewerbung war jedoch schon ab Ende November 2016 freigeschaltet. Man musste dabei auf einem Formular, welches man auf der Kongressinternetseite finden konnte, in 3 Sätzen beschreiben, warum man zum Kongress fahren will. Gar nicht so einfach für jemanden wie mich, der gerne viel redet und erzählt haha! Außerdem musste man noch angeben, in wievieltem Semester man ist und wo man studiert und ob man schon Famulaturen in der Chirurgie absolviert hat. Anfang Februar habe ich dann als eine der 140 Teilnehmer die Zusage bekommen und habe mich sehr gefreut! Außerdem gab’s noch ein Reisestipendium in Höhe von 200 Euro dazu! Mit dem Geld habe ich hauptsächlich die Anreise und die Unterkunft in München finanziert.

Als es am 21. März dann endlich losging, musste man sich zunächst an einem Schalter anmelden. Da hat man dann auch sehr schnell in der Schlange die anderen Teilnehmer des Studentenforums kennengelernt! An den ersten 2 Tagen hatten wir die freie Wahl und konnten uns auf dem Kongress austoben. Das Programm mit vielen Vorträgen war sehr abwechslungsreich und vielseitig. Am liebsten hätten wir uns in viele Vorträge gleichzeitig reingesetzt, weil sich alles total interessant angehört hat! Ob plastische Chirurgie, Allgemein-/Viszeralchirugie oder Thoraxchirugie, es war für jeden was dabei. Die Pausen zwischen den Vorträgen waren lang genug, um die Industrieausstellung zu besuchen.

Das Highlight für mich persönlich war der Da-Vinci-Roboter, den man ausprobieren konnte. Bei der Ausstellung standen mehrere Roboter zur Verfügung, an denen man verschiedene Übungen mit Hilfe und Anleitung durchführen konnte. Der Andrang war natürlich sehr groß. Wo hat man denn sonst die Möglichkeit einfach mal so an einem Da-Vinci-Roboter rumzuspielen?! Ein weiteres Highlight der Industrieausstellung war die Lübecker Toolbox. Dabei handelt es sich um eine Trainingsbox mit einem Kamerasystem, an der man seine laparoskopischen Fähigkeiten trainieren kann. Die Übungen, die man dabei ausprobieren kann, sind unterschiedlich. Man hat zum Beispiel die Möglichkeit mithilfe von laparoskopischen Instrumenten verschiedene Hütchen in Boxen reinzulegen oder eine Figur aus einem gespannten Tuch auszuschneiden. Die Übungen konnten man auch auf Zeit machen. Es war unglaublich, wie schnell man Erfolge erzielen konnte und zeitlich immer besser wurde, auch wenn man nur ab und zu in den Pausen zwischen den Vorträgen geübt hat.

An den letzten zwei Tagen vom Kongress fand das Studentenforum statt. Am ersten Tag wurden wir zunächst vom Kongresspräsidenten begrüßt, anschließend fand eine Reihe von Vorträgen statt mit den Themen wie „Life/Work Balance“ und „Uniklinikum vs. kleines Krankenhaus“. Außerdem wurde von einem interdisziplinären Team von Chirurgen ein Fall eines Polytrauma-Patienten vorgestellt. Der zweite Tag bestehend aus Workshops war spannender! In Kleingruppen sind wir zwischen verschiedenen Stationen rotiert und konnten vieles unter Anleitung der Ärzte ausprobieren. Im Osteosynthese-Workshop haben wir eine Fraktur mit einer Platte versorgt. Anschließend ging es zum Nahtkurs, bei dem wir an Schweinefüßen verschiedene Nahttechniken wie Donati oder Einzelknopfnaht ausprobiert haben. Für viele von uns war es sicher nichts Neues, ich habe ebenfalls schon mal einen Nahtkurs absolviert. Trotzdem hat es sich gelohnt, denn man kann es nie oft genug üben. Bei einem Workshop konnte man erneut an der Lübecker Toolbox rumspielen. Da ich schon viele Aufgaben an den ersten Kongresstagen getestet habe, habe ich am letzten Tag eine neue und gleichzeitig die schwerste ausprobiert. Ich habe probiert, laparoskopisch zu nähen! Da muss man echt Geduld haben, es hat gedauert bis ich es mal endlich einigermaßen auf die Reihe gekriegt habe! Aber es hat so unglaublich Spaß gemacht! Bei einer weiteren Station haben wir gelernt, wie man eine Thoraxdrainage und eine Beckenzwinge anlegt.

Neben all diesen Kongresshighlights habe ich natürlich München gemeinsam mit den anderen Studenten in vollen Zügen genossen. Jeden Tag nach dem Kongress ging’s in die Stadt: Was essen, was trinken oder gemeinsam feiern! Wir haben so viel zusammen erlebt und hatten unglaublich viel Spaß! Wie nah man völlig fremden Menschen innerhalb von 4 Tagen kommen kann, sieht man glaub auf unserem Gruppenpic am besten haha!

Es war eine super coole Woche mit vielen neuen Erfahrungen. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und hatte viel Spaß bei den Vorträgen und den Workshops!

Leuteeee – Bewerben lohnt sich! 😉

Eure Angelina

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