Medical English Intensive Course in der Wimbledon School of English

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Fünf intensive, anstrengende aber auch unvergessliche Wochen liegen hinter mir. Zwei davon habe ich in London verbracht und habe dort im Stadtteil Wimbledon einen Medical English Kurs besucht. Ich habe diesen Kurs als eine Vorbereitung auf meine Famulatur in New York absolviert.

Es war nicht einfach eine Sprachschule zu finden, die speziell das medizinische Englisch anbietet und ich bin ganz zufällig auf das Angebot beim Googeln gekommen. Am ersten Kurstag sollte man etwas früher in der Schule sein, um an einem Test teilzunehmen, mithilfe dessen unser Englischniveau eingeschätzt wurde. Man sollte für den Medical English Kurs zwar das Niveau B2 aufweisen, jedoch war der Test meiner Meinung nach nur eine reine Formalität, da ich weder das Ergebnis noch mein Niveau erfahren habe. Der Einstufungstest bestand aus mehreren Aufgaben. Zunächst mussten wir in verschiedenen Sätzen die Lücken mit einem Wort ergänzen. Dabei wurde vor allem die Grammatik geprüft, verschiedene Zeiten und Präpositionen. Anschließend gab es einen kleinen schriftlichen Teil, in dem man einige Fragen über die Erwartungen an den Kurs und die Ziele und Wünsche beantworten musste. Zum Schluss gab es ein Gespräch mit einem der Lehrer, in dem auch die sprachliche Leistung geprüft wurde.

Bei mir ist mal wieder alles burnermäßig verlaufen: Ich habe am ersten Tag die Wohnung extra früh verlassen und kam fast eine Stunde zu spät, weil ausgerechnet die U-Bahn Linie, die ich gebraucht habe, gesperrt wurde. Ich musste den Test dann im Turbotempo erledigen, war aber alles kein Problem. Anschließend gab es einen kleinen Rundgang durch die Schule. Nach der Ausgabe der Willkommenstüten mit Kulis und Blöcken und unseren Schulausweisen ging es dann direkt mit dem Unterricht los. Es gab insgesamt zwei Medical English Gruppen, die jeweils von zwei Lehrern unterrichtet wurden. Meine Gruppe war sehr bunt und multikulti. Wir hatten Leute aus Spanien, Brasilien, Thailand, Türkei, Japan und der Schweiz dabei und waren insgesamt 9 Personen. Davon waren 7 Studenten und 2 Ärzte. Die Größe der Gruppe war echt super angenehm und die Lehrer waren sehr engagiert und kompetent!

Zu Beginn des Kurses haben wir in der Gruppe abgestimmt auf was die Lehrer den Fokus legen sollten. Uns war vor allem das Lernen medizinischer Ausdrücke und Vokabeln und die Kommunikation mit dem Patienten ganz wichtig. Während der gesamten zwei Wochen wurde mit einem Buch gearbeitet, welches im Kurspreis inkludiert war. Wir haben viel Hörverstehen geübt, medizinische Forschungsartikel gelesen, Medizinerdokus geschaut und vor allem ganz, ganz viel zu zweit gearbeitet. Einer hat den Patienten gespielt und der andere den Arzt. So haben wir in Rollenspielen abwechselnd Untersuchungen, Anamnesegespräche und Aufklärungen simuliert. Der Lernerfolg war enorm und der Kurs war auch wirklich wie der Name schon sagt ein Intensivkurs und kein „Larifari“ Kurs. Wir wurden richtig gefördert und gefordert und haben fast jeden Tag Hausaufgaben bekommen.

Auch das Schreiben wurde trainiert, dabei mussten wir einen Entlassungsbrief schreiben. Dieser wurde selbstverständlich von den Lehrern korrigiert und jeder hat im Einzelgespräch sein persönliches Feedback bekommen. Wir hatten von Montag bis Donnerstag Unterricht von 9.15 Uhr bis 15.45 Uhr und freitags war schon um 12.55 Uhr Schluss. An einem Donnerstag ist der Unterricht ausgefallen, da wir Ausflüge in zwei medizinische Museen gemeinsam mit der anderen Medical English Gruppe und einem Lehrer unternommen haben. Außerdem hat die Sprachschule fast jeden Tag nach dem Unterricht ganz viel Freizeitprogramm angeboten. Vielen Events waren kostenlos, ich habe zum ersten Mal Zumba und Salsatanzen ausprobiert und es war super cool! Ein Highlight für mich war die Führung durch das Gelände in Wimbledon, auf dem jedes Jahr die Tennis Championships stattfinden. An einem Wochenende haben wir einen Tagesausflug nach Cambridge gemacht, welcher ebenfalls von der Schule organisiert wurde.

Wir haben wirklich jeden Tag nach dem Unterricht die Zeit genutzt, um London in vollen Zügen zu genießen. Der Stadtteil Wimbledon liegt etwa eine Stunde mit der U-Bahn vom Stadtzentrum entfernt und hat mit seinen süßen Cafes, Shops, einem großen Einkaufszentrum und einem Park auch einiges zu bieten. Meistens sind wir aber natürlich in die City gefahren und haben die Nachmittage mit ganz viel Sightseeing verbracht. London ist für seine Shows und Musicals bekannt, auch das konnte ich mir nicht entgehen lassen und habe mir Aladdin angeschaut. An einem sonnigen Wochenende haben wir einen Tag in Brighton verbracht und das Wetter an der Küste genossen.

Die 2 Wochen waren anstrengend aber gleichzeitig ein Traum! Der Kurs hat meine Erwartungen auf jeden Fall übertroffen und war jeden Cent wert! Ich habe sehr viel in einer sehr kurzen Zeit gelernt, viel erlebt und so viele tolle Menschen getroffen, mit denen ich eine unvergessliche Zeit hatte. Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert! Wenn ihr Fragen zum Kurs oder zur Schule habt, könnt ihr mir sehr gerne kontaktieren.

Eure Angie

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