Der Strahlenschutzkurs

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Dinge, die man erledigen sollte, solange man noch Student ist: Der Strahlenschutzkurs

Langfristig wird nach Erhalt der Approbation wahrscheinlich niemand von uns darum herum kommen bildgebende Diagnostik anzuordnen, es sei denn, man wird Mikrobiologe oder Medizinhistoriker ? Neben dem Standard Röntgen in 2 Ebenen spielt vor allem das CT, aber auch die Szintigraphie eine Rolle. Jedoch sind diese diagnostischen Mittel nicht ganz ohne Risiko für den Patienten, da sie mit ionisierender Strahlung verbunden sind. Daher ist es vorgeschrieben, eine Art „Führerschein“ fürs Röntgen zu machen, den sogenannten Strahlenschutzkurs. Viele Arbeitgeber verlangen von ihren Ärzten, dass sie diesen Schein erwerben um Röntgenscheine ausfüllen zu dürfen. Nicht immer werden dabei die Kosten, meist um die 300 € Kursgebühr für den Grundkurs, übernommen.

An vielen Universitäten wie bei uns in Erlangen ist dieser Grundkurs jedoch kostenfrei solange man noch Student ist. Es empfiehlt sich daher, wenn man im PJ ist, auch mal nach einem solchen Kurs Ausschau zu halten. Meist ist man an den Tagen dann auch von der Arbeit auf Station freigestellt.

In dem Kurs werden grundlegender Fragen geklärt: Was ist Röntgenschutzverordnung?? Wer darf Röntgenuntersuchungen durchführen? Und mit welchen gesundheitlichen Folgen ist dies für den Patienten verbunden?

Ablauf des Kurses an der Uni Erlangen

Die Anmeldung erfolgt über das Kursbuchungssystem „mein Campus“, über das man sich auch sonst für Blockpraktika, Seminare oder Leistungsnachweise einträgt. Rechtzeitige Buchung ist von Vorteil, da die Kursstärke auf 90 Teilnehmer begrenzt ist. Und die Kurse sind sehr nachgefragt und daher schnell ausgebucht. Man trifft sich an 3 aufeinander folgenden Tagen (bei mir war es Mittwoch-Donnerstag-Freitag) im Rudolf-Wöhrl-Hörsaal. Zugelassen sind approbierte Ärzte und laut einstimmigem Beschluss der Kultusministerkonferenz PJ-Studenten ab dem zweiten Tertial.

Durchgeführt wird die Veranstaltung durch Mitarbeiter der Strahlenklinik. Dr. Distler und seine Kollegen erklären in den vormittags stattfindenden Vorlesungen die Theorie rund ums Thema Strahlenschutz. Zum Glück wird der Stoff dabei humorvoll und nicht „trocken“ rübergebracht. Nachmittags im Praktikum wird der Lernstoff dann vertieft. Pausen mit Kaffee und Kuchen dürfen dabei auch nicht fehlen. Am letzten Tag gibt es eine Abschlussklausur, die jedoch fair und gut lösbar war. Den Strahlenschutzschein kann man sich übrigens erst nach seinem Examen abholen. Spätestens dann ist man froh, dass man bei all den vielen Dingen, um die man sich beim Berufstart kümmern muss, diese eine Sorge wenigstens schon los ist.

Eure Kathrin

Kathrin Hoffmann-END
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