Leitende Ärzte vs Studenten

Pascals PJ-Erfahrungsblog

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Heute gibt es wieder einen Erfahrungsbericht aus meiner PJ-Zeit an dem Beispiel: Leitende Ärzte führen Studenten vor versammelter Mannschaft vor.

Auch das soll ja mal vorgekommen sein (laut dem Hörensagen) und gehört sicher zu den Dingen, welche einem das morgendliche Aufstehen am meisten vermiesen können. Ärzte mit dem berühmten Gott-Komplex, welche die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und diese Weisheit mal ganz dezent so abfragen, und eine durchtriebene Freude daran entwickeln, wenn der Student stammelnd bei der Visite steht und nun eben das 3. Wahl Medikament beim XY Syndrom nicht kennt.

Insgesamt schwierig, aber ich glaube Rettung ist in Sicht und die kommt auch noch sehr endogen aus dem System selber: Der berühmte Generationenwechsel steht an. Die FAZ, die Zeit und der Spiegel haben es schön öfter mal thematisiert und ich erlebe es nun sehr oft selber:

Die Ärzte verändern sich. Die ober-coolen Chirurgen werden auf einmal nett und lassen ihr Testosteron lieber in ihrer Freizeit ab, die Frauenquoten steigen und auch Teilzeit ist kein dubios wirkendes Konzept mehr sondern wird Alltag. Das kommt definitiv der Atmosphäre zugute, können es sich viele Abteilungen schlicht nicht mehr erlauben einen launischen Oberarzt zu beschäftigen, welcher bei 4 auf den Bäumen ist oder einen Chef, der erstmal seine Assistenzen auf eine intellektuelle Ebene mit bestimmten Primatenarten stellt.

Wie gesagt, der Wind of change weht, nur was bis dahin tun, wenn es nun einmal doch passiert? Mein Geheimrezept besteht im guten alten Durchzug (links rein, rechts raus). Bedenkt man mögliche Konsequenzen kann man eigentlich nur beruhigt sein. Kann doch wirklich nichts Schlimmes passieren und für den Fall der Fälle kann man selbst im mündlichen Examen Prüfer wegen Befangenheit ablehnen.

In dem Sinne, nicht stressen lassen…!

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