Geh mal die Akte holen

Pascals PJ-Erfahrungsblog

Heute plaudere ich wieder aus dem PJ-Nähkästchen und will die Frage beantworten „Was lasse ich im PJ mit mir machen und wo ziehe ich für mich selber die rote Linie“.

Heutiges Beispiel: „Geh mal die Akte holen!“

Man ist ja ins PJ gestartet mit dem Bewusstsein das schriftliche Examen bestanden zu haben und nun irgendwie eine Stufe höher in der Hackordnung zu stehen. In der Realität kommt das manchmal etwas… schräg rüber… so stehen doch öfter als ich dachte auch mal die guten alten Botengänge auf dem Programm. Natürlich will man den, oftmals einfach mit Bürokratie zugemüllten Assistenzärzten mal unter die Arme greifen und so holt man dann mal Akten irgendwoher oder rennt auch mal ein paar Etagen durchs Haus um CDs zu holen.

Grenzen werden meiner Meinung nach überschritten, wenn dies zu einer stillen Regel wird und solche Botengänge automatisch in das PJ-Logbuch integriert werden. Dies ist zum Glück nicht so oft der Fall, soll aber vorkommen. Und hier hat ein Kollege es einmal gegenüber einem Assistenzarzt sehr gut zusammengefasst, indem er sagte, dass er für 1,30 € Stundenlohn ganz sicher nicht regelmäßig Botengänge durchführt. Noch viel schlagfertiger wäre jedoch das Argument gewesen, dass wir uns in einem Teil der AUSBILDUNG befänden und das Tragen von Akten durchs Gebäude sicher nicht Teil der ärztlichen Ausbildung sein würde.

to be continued…

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