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Erfahren Sie, wie sich veränderte Prioritäten auf die Forschungsfinanzierung auswirken – mit besonderem Fokus auf gesellschaftliche Wirkung.

Die Forschungsfinanzierung befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen und gibt führenden Entscheidungsträgern zunehmend Anlass zur Sorge. Förderorganisationen erkennen eine wachsende Kluft zwischen der Finanzierung von Forschung und dem tatsächlichen Fortschritt bei gesellschaftlichen Zielen – und suchen aktiv nach Wegen, diese Lücke zu schließen.
Im Rahmen des PROSECON-Projekts identifizierten Fördergeber strukturelle Herausforderungen innerhalb des Forschungsfinanzierungssystems selbst, darunter unzureichend entwickelte Prozesse und Systeme. Es gestaltet sich zunehmend schwierig, bestehende Förderrahmen mit konkreten Maßnahmen zu verbinden, die breitere gesellschaftliche Ziele unterstützen.
Laut dem Pew Research Center passen Förderorganisationen ihre Arbeitsweisen an. Dazu gehören unter anderem die Einbindung vielfältigerer Perspektiven in Förderentscheidungen, die Überarbeitung von Methoden zur Wirkungsmessung sowie klarere Leitlinien für Förderteams.
Um diese Entwicklungen näher zu untersuchen, führte Elsevier eine internationale Umfrage zur Forschungsfinanzierung* durch. Befragt wurden 150 Förderorganisationen aus verschiedenen Regionen, mit dem Ziel, nächste Schritte hin zu einer wirkungsorientierten und gesellschaftlich ausgerichteten Forschungsfinanzierung zu identifizieren.
Die Umfrage verdeutlicht, wie eng die Ökosysteme der Forschungsfinanzierung und der Hochschulen miteinander verknüpft sind. Das bedeutet:
Förderorganisationen stellen nicht nur Mittel bereit – sie geben auch Richtung, Erwartungen und Wirkungskriterien vor.
Hochschulen wiederum müssen zeigen, wie sie diese Investitionen in messbare Ergebnisse umsetzen – nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Gesellschaft.
Damit steht die Beziehung zwischen Förderinstitutionen und akademischen Einrichtungen im Zentrum dieser Analyse.
Die detaillierten Ergebnisse der Studie zeigen klar, welche Themen für Förderorganisationen im Mittelpunkt stehen. Die wichtigsten strategischen Prioritäten sind:
Nachhaltigkeit: 91 %
Digitale Transformation: 85 %
Ergebnisse von Absolventinnen und Absolventen: 83 %

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Dabei handelt es sich um komplexe Handlungsfelder, die erhebliche interne Herausforderungen mit sich bringen. So hat der Global Research Council drei zentrale Aspekte im Zusammenhang mit der wichtigsten Priorität der Fördergeber – der Nachhaltigkeit in der Forschung – identifiziert:
Förderung von Forschung mit Fokus auf nachhaltige Entwicklung
Nachhaltige Gestaltung der Forschungsprozesse selbst
Sicherstellung der gesellschaftlichen Relevanz von Nachhaltigkeitsforschung
Vergleicht man diese Ziele mit dem aktuellen Stand der Forschung, wird deutlich, dass eine natürliche Spannung zwischen den strategischen Ambitionen der Förderorganisationen und den bestehenden Systemkapazitäten besteht. Diese Analyse beleuchtet sechs Paradoxien, die aus der Diskrepanz zwischen den formulierten Zielen und der Fähigkeit der heutigen Systeme entstehen, diese wirksam umzusetzen.
Indem untersucht wird, wo die aktuelle Leistungsfähigkeit der Forschungsfinanzierung nicht mit den Erwartungen und Zielsetzungen übereinstimmt, lässt sich ein konstruktiver Weg nach vorn für Förderorganisationen und staatliche Stellen aufzeigen.
Diese Diskrepanzen reichen von einem starken Bekenntnis zur Nachhaltigkeit, das sich noch nicht vollständig in der Praxis niederschlägt, bis hin zu einem Erfolg, der überwiegend anhand akademischer Kennzahlen statt anhand gesellschaftlicher Wirkung gemessen wird. Das Sichtbarmachen dieser Herausforderungen und möglicher Lösungsansätze eröffnet Förderorganisationen neue Perspektiven für gezielte Verbesserungen. Die sechs zentralen Erkenntnisse der Studie sind:
Nachhaltigkeit steht im Zentrum der Forschungsfinanzierung. Sie ist für 91 % der Befragten die wichtigste Priorität. Umso auffälliger ist, dass der Umsetzungsgrad entsprechender Verpflichtungen bei lediglich 45 % liegt.
Die Standardisierung entlang der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen hat der nachhaltigen Forschung eine hilfreiche Struktur gegeben, indem sowohl gesellschaftliche als auch ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Dennoch bleibt der Fortschritt hinter den Erwartungen zurück – unter anderem aufgrund anhaltender Herausforderungen bei der Vergleichbarkeit von Leistungen und der systematischen Nachverfolgung von Ergebnissen.
Durch den Einsatz von Ansätzen wie Impact Mapping, die unterschiedliche kurz- und langfristige Wirkungen einbeziehen, lassen sich nachhaltige Forschungsergebnisse besser absichern. Ein Mangel an Umsetzungskapazitäten, Ressourcen oder gemeinsam genutzten Referenzrahmen kann diese Spannung erklären. Dies zeigt, dass Nachhaltigkeit sich von einer reinen Selbstverpflichtung zu einer operativen Anforderung entwickelt hat – ein Wandel, der weiterhin anspruchsvoll ist.
Förderorganisationen, die digitale Ressourcen wie SciVal, Pure, Researchfish und die Analytics Services nutzen, sind besser in der Lage, quantifizierbare Einblicke in Fortschritte bei spezifischen Nachhaltigkeitszielen zu gewinnen.

Die digitale Transformation hat sowohl im akademischen als auch im wirtschaftlichen Umfeld hohe Priorität und ist für 85 % der Förderorganisationen ein zentrales Thema. Dennoch besteht eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Realität: Nur 43 % der Fördergeber haben ihre digitale Transformation tatsächlich in die Praxis umgesetzt.

Die digitale Messung von Ergebnissen ist dabei besonders kritisch, da fortgeschrittene Datenanalysen viele der aktuellen Herausforderungen adressieren können, mit denen Förderorganisationen konfrontiert sind. Organisationen, die die Ergebnisse ihrer Investitionen digital abbilden können, gewinnen ein klareres Verständnis ihrer gesamten Wirkung.
Modelle wie Research Impact Assessments (RIA), insbesondere in prioritären Bereichen wie der biomedizinischen Forschung, stoßen häufig auf Schwierigkeiten bei der Erhebung und Auswertung hochwertiger Wirkungsdaten. Dies spiegelt sowohl technische Herausforderungen als auch strukturelle Hürden wider – etwa in Bezug auf Prozesse, Organisationsformen und Denkweisen. Die Einführung digitaler Services hat bislang nicht zu einer tiefgreifenden Transformation geführt.
Digitale Lösungen stellen zwar eine entscheidende Infrastruktur dar, entfalten ihren vollen Nutzen jedoch erst, wenn sie in eine Kultur der Verantwortung und Offenheit für Veränderung eingebettet sind. Digitale Transformation bedeutet mehr als technologische Modernisierung – sie erfordert einen Wandel institutioneller Einstellungen, neuer Führungserwartungen und angepasster Governance-Strukturen.
Dies wirft eine zentrale Frage auf: Wie können Förderorganisationen Institutionen dabei unterstützen, eine nachhaltige und messbare Modernisierung zu erreichen? Wie ein europäischer Leiter der Forschungsbewertung feststellte: „Kann man wirklich von digitaler Transformation sprechen, ohne KI zu integrieren?“ Diese Frage macht einen strategischen blinden Fleck sichtbar: Trotz ihrer Relevanz rangiert Künstliche Intelligenz in der Umfrage durchgängig niedrig in Bezug auf Priorität, Fortschritt und Transformationspotenzial. Während einige Regionen schnell voranschreiten, schaffen andere erst die notwendigen Grundlagen. Dies verdeutlicht unterschiedliche Reifegrade und unterstreicht die Bedeutung einer kontinuierlichen Beobachtung dieser Entwicklungen.

Für Förderorganisationen stellt sich damit erneut die Frage, wie sie Institutionen auf dem Weg zu einer dauerhaft wirksamen Modernisierung begleiten können.
Fortschrittliche Analysewerkzeuge wie InsightGraph, SciVal und die Analytics Services unterstützen Organisationen dabei, robuste digitale Modelle zu entwickeln und fundiertere Entscheidungen zu treffen.
Die Spannung zwischen akademischen Wirkungskennzahlen und gesellschaftlichem Impact hat eine klare Ursache: Förderorganisationen schneiden deutlich besser ab, wenn sie anhand traditioneller akademischer Indikatoren bewertet werden (49 % Fortschritt), als wenn ihre Leistung an positiven gesellschaftlichen Ergebnissen in realen Gemeinschaften gemessen wird (35 %).
Ein möglicher Grund liegt in den Metriken, die Forschende und Fördergeber zur Bewertung gesellschaftlicher Wirkung heranziehen. Problemorientierte Forschung erzeugt häufig Formen von Wirkung, die mit bestehenden Standards nur schwer sichtbar zu machen sind.
In den kommenden Jahren können sowohl Forschende als auch Förderorganisationen von neuen Methoden profitieren, die akademische Ergebnisse stärker mit ihrem realen Nutzen und ihrer praktischen Anwendung verknüpfen. Diese Verbindung trägt dazu bei, explorative Forschung und anwendungsorientierte Projekte besser auszubalancieren.
Mit Zugang zu Lösungen wie Researchfish, Pure, InsightGraph, Scopus und den Analytics Services können Förderorganisationen belastbare, datenbasierte Verbindungen zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlichem Mehrwert herstellen und so die Wirkung ihrer Investitionen fundiert bewerten.

Organisationen, die durch Forschung gesellschaftlichen Nutzen schaffen wollen, stehen häufig vor einer nahen Herausforderung: mangelnde Diversität innerhalb der Studierenden- und Forschungsgemeinschaften. Laut Studie besteht die größte Lücke zwischen Anspruch und Umsetzung (47 %) bei den Bemühungen, vielfältigere und repräsentativere Forschungsteams aufzubauen.
Diversitätslücken finden sich in vielen Organisationen mit gesellschaftlicher Ausrichtung. So bestehen beispielsweise im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit weiterhin Ungleichgewichte in der Geschlechter- und ethnischen Repräsentation sowie eine begrenzte Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen.
Unbewusste Verzerrungen in Kommunikation und Rekrutierung können diese Ungleichheiten verfestigen, während bestehende Programme – etwa Praktikumsangebote – häufig nicht ausreichen, um die Zusammensetzung von Organisationen grundlegend zu verändern. Eine tiefere Analyse von Forschendendaten kann helfen, diese Muster sichtbar zu machen und gezielt gegenzusteuern.
Zwar gibt es keine einzelne digitale Lösung für Diversitätsherausforderungen, doch ermöglichen erweiterte Datenzugänge über Werkzeuge wie SciVal, die Analytics Services und InsightGraph Förderorganisationen, ihre Kooperationsnetzwerke zu visualisieren und neue Ansatzpunkte für Inklusion zu identifizieren. Daten zu Beteiligungs- und Fördermustern können diese Bemühungen gezielt unterstützen.
Die Ergebnisse von Absolventinnen und Absolventen zählen zu den drei wichtigsten Prioritäten der befragten Förderorganisationen. Dieses Handlungsfeld weist das höchste Transformationspotenzial (53 %) auf, bei gleichzeitig nur moderatem Fortschritt (44 %). Daraus ergibt sich eine klare Chance, Forschung stärker auf positive berufliche Perspektiven von Absolventen auszurichten.
Im Vereinigten Königreich haben Hochschulen, die die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Absolventen erfolgreich verbessert haben, verschiedene Strategien verfolgt – darunter die gezielte Förderung und teilweise auch Verpflichtung zum Erwerb relevanter Kompetenzen.
Indem Forschungsvorhaben stärker an den Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet und entsprechende Ergebnisse systematisch nachverfolgt und sichtbar gemacht werden, können universitäre Forschungsprogramme den beruflichen Erfolg ihrer Studierenden nachhaltig unterstützen.
Technologische Lösungen wie Researchfish, Pure, InsightGraph und die Analytics Services ermöglichen es, individuelle Leistungen über den Verlauf von Forschungsprogrammen hinweg zu verfolgen. Diese Werkzeuge stellen explizite Verbindungen zwischen Förderinvestitionen und beruflichen Ergebnissen her und erhöhen zugleich die Sichtbarkeit von Forschung auf dem Arbeitsmarkt.
Während sich der Forschungssektor zunehmend von traditionellen Reputationskennzahlen hin zur nachweisbaren gesellschaftlichen Wirkung bewegt, müssen Förderorganisationen und Hochschulen diesen Wandel aktiv mitgestalten.
Programme wie Education Innovation and Research (ER) sind auf belastbare Nachweise der Wirksamkeit angewiesen, um eine fortlaufende Finanzierung zu sichern. Die Einführung neuer Kennzahlensysteme verändert die Anforderungen an Forschungsteams, die nun datenbasierte Belege für den Impact ihrer Arbeit liefern müssen.
Ein weiteres relevantes Modell ist das Konzept der Universität der vierten Generation (4GU). Es unterstützt Institutionen dabei, über prestigebasierte Bewertungen hinauszugehen und ihre Rolle als Gestalter regionaler und gesellschaftlicher Ökosysteme sichtbar zu machen. Dieses Modell bietet kollaborative, datenbasierte Einblicke in regionale und soziale Wirkung, die in klassischen Rankings häufig unberücksichtigt bleiben.
Die Ausrichtung auf klar definierte gesellschaftliche Bedarfe gewinnt als Steuerungsinstrument für Fördermodelle zunehmend an Bedeutung. Dieser Übergang kann für Forschende und Förderorganisationen nur dann reibungslos gelingen, wenn neue, verlässliche Methoden zur Leistungsüberwachung etabliert werden, die herkömmliche Reputationsindikatoren ersetzen.
Integrierte Lösungen zur Wirkungsanalyse, wie sie in Researchfish, Pure, InsightGraph und den Analytics Services verfügbar sind, unterstützen Förderorganisationen dabei, ihre Modelle auf nachgewiesene Wirkung auszurichten. Neue Fähigkeiten, Kennzahlen und Prozesse lassen sich deutlich einfacher implementieren, wenn sie in eine tragfähige technologische Infrastruktur eingebettet sind.
Die Veränderungen in der Forschungsfinanzierung zeigen sich weltweit unterschiedlich. Durch die Betrachtung regionaler Zielsetzungen und Interessen lassen sich spezifische Ansätze identifizieren, mit denen Organisationen ihre Wirkung vor Ort stärken können.
Förderorganisationen in den USA stehen vor einer dynamischen Herausforderung: Sie müssen langfristig transformative Forschung unterstützen und gleichzeitig einer wachsenden Nachfrage nach Rechenschaftspflicht und öffentlichem Mehrwert gerecht werden. Die Umfragedaten zeigen, dass digitale Transformation (93 %) und die Nutzung digitaler Services (92 %) höchste Priorität genießen, gefolgt von den Ergebnissen von Absolventinnen und Absolventen (88 %). Dies signalisiert eine klare Ausrichtung auf die Modernisierung von Infrastrukturen und die Verknüpfung von Forschungsinvestitionen mit transparenten, ergebnisorientierten Modellen.
Trotz dieser klaren Prioritäten bleibt die Umsetzung uneinheitlich. Nur 47 % berichten über Fortschritte bei der digitalen Transformation und 44 % bei den Absolventenergebnissen, während etablierte Bereiche wie akademische Exzellenz höhere Leistungswerte aufweisen (53 %). Diese Situation wird durch bundesweite Vorgaben wie den Evidence Act und die Leistungsstandards des Government Accountability Office (GAO) geprägt, die messbare gesellschaftliche Wirkung verlangen. Gleichzeitig müssen strategisch ausgerichtete Programme wie die National Science Foundation Directorate for Technology, Innovation and Partnerships (NSF-TIP) und die Department of Energy Advanced Research Projects Agency (DOE ARPA-E) langfristige Innovationsvorhaben innerhalb ergebnisorientierter Rahmen rechtfertigen – ein Spannungsfeld zwischen Ambition und Evidenz.
Vor diesem Hintergrund überdenken US-amerikanische Förderorganisationen zunehmend, wie Erfolg definiert und kommuniziert wird. Viele prüfen neue Bewertungsmodelle, die Forschung direkter mit gesellschaftlichen Ergebnissen verknüpfen. Die Herausforderung besteht darin, strategische Prioritäten in institutionelle Praxis zu überführen – nicht durch Abkehr von Innovation, sondern durch deren Verbindung mit sinnvoller Rechenschaftspflicht und sichtbarem, messbarem Fortschritt.
Förderorganisationen im Vereinigten Königreich gestalten den Begriff der Forschungsexzellenz neu, indem sie Nachhaltigkeit, öffentlichen Mehrwert und institutionelle Leistungsfähigkeit stärker integrieren. Nachhaltigkeit und akademische Exzellenz stehen mit jeweils 100 % ganz oben auf der Prioritätenliste, gefolgt von gesellschaftlicher Wirkung und digitalen Services (89 %). Diese Ausrichtung spiegelt eine nationale Strategie wider, die wissenschaftliche Spitzenleistung mit gesellschaftlicher Verantwortung und digitaler Leistungsfähigkeit verbindet.
Die Umsetzung offenbart jedoch Spannungen. Während bei der Nachhaltigkeit sehr hohe Fortschritte erzielt werden (89 %), bleibt die akademische Exzellenz mit lediglich 67 % deutlich hinter den Erwartungen zurück – trotz ihrer höchsten Priorität. Um diese Lücke zu schließen, nimmt das Vereinigte Königreich mit dem Research Excellence Framework (REF) eine internationale Vorreiterrolle ein, indem es Institutionen verpflichtet, nicht nur Publikationen, sondern auch soziale, kulturelle und wirtschaftliche Wirkung nachzuweisen.
Mit Blick auf REF 2029 entwickelt sich der Rahmen weiter, um die Voraussetzungen exzellenter Forschung stärker zu berücksichtigen. Hochschulen müssen künftig strukturierte Erklärungen mit ergebnisorientierten Kennzahlen vorlegen, die belegen, wie ihre Forschungsstrategien umgesetzt werden und wie sie eine exzellente Forschungskultur fördern. Damit positioniert sich das Vereinigte Königreich an der Spitze einer wirkungsorientierten Forschungsfinanzierung und Rechenschaftspflicht.
Zukünftig sehen britische Förderorganisationen insbesondere in globalen Forschungsnetzwerken (44 % Transformationspotenzial) eine noch ungenutzte strategische Chance – insbesondere im Kontext der Zeit nach dem Brexit. Gleichzeitig wird digitale Transformation zunehmend als grundlegende Infrastruktur verstanden, die notwendig ist, um erfolgreiche Ansätze zu skalieren, weniger als eigenständiger Innovationstreiber.

Europäische Förderorganisationen treiben einen ambitionierten Wandel in der Definition institutionellen Erfolgs voran. Die wichtigsten Prioritäten – bedeutende gesellschaftliche Wirkung (87 %), effektive digitale Transformation (86 %), Vielfalt in Führungspositionen (84 %) und nachweisbare Forschungswirkung (83 %) – verdeutlichen eine klare Abkehr von rein akademischen Leistungskennzahlen hin zu gesellschaftlicher Relevanz, Inklusion und digitaler Modernisierung.
Die größten Fortschritte wurden in Bereichen erzielt, die durch klare regulatorische Vorgaben und Messrahmen unterstützt werden – insbesondere bei Nachhaltigkeitsleistungen (70 %) und nachhaltiger Entwicklung (68 %). Auffällig ist auch, dass Diversität im wissenschaftlichen Personal (60 %) und Absolventenergebnisse (56 %) messbare Verbesserungen zeigen, häufig verbunden mit direkten institutionellen Vorteilen wie höherer Studierendenzufriedenheit, regulatorischer Konformität und Reputationsgewinnen. Dies unterstreicht, dass Umsetzung beschleunigt wird, wenn strategische Ziele mit klaren Anreizen und messbaren Ergebnissen verknüpft sind.
Diese Agenda wird durch Horizon Europe, das zentrale Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union, unterstützt, das grenzüberschreitende, wirkungsorientierte Zusammenarbeit fördert. Gleichzeitig sehen Förderorganisationen noch ungenutztes Potenzial in der Ausweitung globaler Forschungsnetzwerke und in der vollständigen Operationalisierung digitaler Kompetenzen. Die zentrale Herausforderung besteht nun darin, Gleichberechtigung, gesellschaftliche Wirkung und digitale Transformation nicht getrennt zu verfolgen, sondern sie in eine kohärente, ergebnisorientierte Gesamtstrategie zu integrieren, die institutionelle Transformation im großen Maßstab ermöglicht.
Förderorganisationen in China verfolgen eine doppelte Agenda: globale Wettbewerbsfähigkeit in der wissenschaftlichen Qualität und eine stärkere Ausrichtung der Forschung an nationalen gesellschaftlichen Prioritäten. Die wichtigsten Prioritäten – gesellschaftliche Wirkung (94 %), digitale Transformation (94 %) und akademische Exzellenz (93 %) – spiegeln sowohl den internen Modernisierungsdruck als auch den strategischen Anspruch wider, Forschung direkt zum gesellschaftlichen Wohlstand beitragen zu lassen.
Gleichzeitig ist die Diskrepanz zwischen Ambition und Umsetzung erheblich. Während die akademische Exzellenz Fortschritte von 53 % erreicht, liegt die gesellschaftliche Wirkung lediglich bei 24 % – die größte Umsetzungslücke aller betrachteten Regionen. Diese Ergebnisse zeigen, dass die wissenschaftliche Qualität zwar durch bestehende Infrastrukturen und Leistungsrahmen gut unterstützt wird, Mechanismen zur Übersetzung von Forschung in öffentlichen Nutzen jedoch noch unzureichend entwickelt sind.
Förderorganisationen sehen sowohl in der digitalen Transformation (71 % Transformationspotenzial) als auch in der akademischen Exzellenz (65 %) erhebliche Entwicklungschancen. Dies unterstreicht, dass die zukünftige Forschungsagenda Chinas davon abhängt, wissenschaftliche Führungsstärke mit greifbarer Wirkung in der Gesellschaft zu verbinden.
Viele Forschungsförderorganisationen stellen fest, dass zwischen ihren strategischen Prioritäten und ihren operativen Möglichkeiten eine anhaltende Lücke besteht. Ein wesentlicher Grund dafür liegt in der Komplexität, neu geforderte Wirkungsformen klar zu definieren, nachzuweisen und überzeugend zu kommunizieren.
Dieses Spannungsfeld ist nicht ausschließlich operativer Natur, sondern wirft grundlegende strategische Fragen zur Kohärenz, Transparenz und Ausrichtung von Entscheidungsprozessen auf.
Wie ein leitender Vertreter einer europäischen Agentur für Forschungsbewertung feststellte: „Diese Lücke wirft eine zentrale Frage der strategischen Ausrichtung auf: Verfügen die Organisationen über die notwendige Transparenz und Kohärenz, um ihre Prioritäten wirksam zu steuern?“
Nach Einschätzung dieses Experten liegt das Problem weniger im fehlenden Willen als vielmehr in mangelnder interner Transparenz, unzureichender strategischer Abstimmung oder begrenzter institutioneller Reife.
Um voranzukommen, müssen Organisationen ihre Ansätze zur Bewertung und Kommunikation von Forschungswirkung weiterentwickeln. Um den Mehrwert digitaler Analysen voll auszuschöpfen, ist es entscheidend, in interne Kompetenzen zu investieren, damit Teams evidenzbasierte Daten interpretieren, anwenden und verständlich vermitteln können.
Unter akademischen Führungskräften, Förderorganisationen und Forschenden besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Kosten dieser Transformation durch den erzielten Nutzen gerechtfertigt sind. So geben 52 % der Befragten an, bereit zu sein, diesen Wandel aktiv voranzutreiben.
Zu den zentralen Prioritäten für die Zukunft der Forschungsbewertung zählen:
Eine stärkere Fokussierung auf institutionelle Wirkung, einschließlich gesellschaftlicher Ergebnisse
Ein ganzheitlicher Ansatz zur Bewertung von Forschenden und Institutionen auf globaler Ebene
Die Weiterentwicklung der Forschungskultur hin zu mehr Interdisziplinarität und Vielfalt
Die Entwicklung quantitativer Wirkungskennzahlen über den akademischen Bereich hinaus
Der Übergang zu klareren und transparenteren Bewertungsmodellen bedeutet nicht nur eine Weiterentwicklung der Forschungsfinanzierung. Er ermöglicht Förderorganisationen auch, bewährte Verfahren umzusetzen, wie sie unter anderem vom Government Accountability Office (GAO) der USA empfohlen werden – insbesondere in Bezug auf Leistungsmonitoring, Ergebnisberichterstattung und Netzwerkaufbau.
Weltweit erzielen Förderorganisationen messbare Erfolge, indem sie technologische Lösungen einsetzen, die Wirkung über verschiedene Bereiche hinweg sichtbar machen. Diese Ansätze helfen, den gesellschaftlichen Wert von Investitionen nachzuweisen und Fördermittel gezielter sowie datenbasiert entlang strategischer Prioritäten einzusetzen. Beispiele hierfür sind:
Die NSF-TIP (National Science Foundation Directorate for Technology, Innovation and Partnerships) in den USA hat einen zentralen Hub für Forschungsförderdaten aufgebaut. Jedes Projekt wird mit geografischen Visualisierungen sowie Kennzahlen zur gesellschaftlichen und strategischen Wirkung dargestellt. Förderorganisationen und Forschende können diese Daten nutzen, um sich zu vernetzen und wertschöpfende Partnerschaften aufzubauen.

NSF-TIP TIP Investment Pilot dashboard powered by Pure.
Der australische National Health and Medical Research Council (NHMRC) hat eine Datenbank für Forschung zu Demenz und Diabetes entwickelt. Sie kombiniert bibliometrische Methoden mit generativer KI, um wirtschaftliche, ökologische, soziale und gesundheitliche Auswirkungen detailliert sichtbar zu machen.

Charts based on analysis by Analytical Services
Die Egyptian Knowledge Bank (EKB) hat eine neue Methodik zur Bewertung arabischsprachiger Forschung und Fachzeitschriften eingeführt. Der Egyptian Knowledge Graph wendet internationale Standards auf eine konsolidierte Datenbasis an, die die gesamte ägyptische Forschungsleistung abbildet.

Source: Egyptian Knowledge Graph powered by InsightGraph. To enlarge image, please click here.
Mit dem wachsenden Fokus auf wirkungsorientierte Forschungsbewertung im Kontext öffentlicher Politik steigt auch der Bedarf an geeigneten technologischen Lösungen. Diese Werkzeuge sollten es ermöglichen:
Interne und externe Datenquellen zu einem einheitlichen Datensatz zusammenzuführen, um ein umfassendes Bild der Forschungswirkung zu erhalten
Den Einfluss von Forschung auf politische Entscheidungsprozesse und unmittelbare gesellschaftliche Veränderungen zu bewerten, ohne klassische akademische Kennzahlen aus dem Blick zu verlieren
Individuelle Beiträge nachzuverfolgen und sichtbar zu machen, um Karrierewege, Anreizsysteme und Zusammenarbeit zu unterstützen
Digitale Werkzeuge sollten nicht isoliert eingesetzt werden. Ihre Kennzahlen und Dashboards müssen die strategischen Prioritäten und regulatorischen Rahmenbedingungen widerspiegeln, die öffentliche Investitionen steuern.
Lösungen wie InsightGraph, Pure, Scopus, SciVal, Researchfish und die Analytics Services decken unterschiedliche Phasen dieses Prozesses ab. Durch ihre Integration können Förderorganisationen Kennzahlen entwickeln, die gezielt auf ihre jeweiligen Ziele und Prioritäten abgestimmt sind.
Ausgewählte Anwendungsfälle:
InsightGraph: Erstellung maßgeschneiderter Analysen und Visualisierungen auf Basis kontextbezogener Daten
Researchfish: Erfassung von Wirkungsdaten zur Unterstützung und Steuerung von Förderstrategien
Pure: Erfassung, Verwaltung und Darstellung von Forschungswirkung anhand vielfältiger Indikatoren
Analytics Services: Vergleich der Forschungswirkung mit Peer-Organisationen
Mit der zunehmenden Ausrichtung auf Wirkung müssen Organisationen ihre Förderentscheidungen strategischer und datenbasierter bewerten. Dies erfordert neue Ansätze zur Erfolgsmessung sowie eine technologische Transformation, die diesen Ambitionen gerecht wird.
Zur Unterstützung Ihrer Organisation in diesem dynamischen Umfeld stellt Elsevier verschiedene Ressourcen bereit, darunter den vollständigen Ergebnisbericht unserer Umfrage (oben auf der Seite verfügbar) sowie unseren Bericht Back to Earth.
* Diese Analyse basiert auf einer globalen Umfrage unter 150 Forschungsförderorganisationen und staatlichen Entscheidungsträgern, durchgeführt zwischen August und September 2024. Die Teilnehmenden bewerteten Prioritäten, Fortschrittsstände und Transformationspotenziale in Bezug auf 21 strategische Leistungsziele, darunter Nachhaltigkeit, effektive digitale Transformation, Diversität in Führungspositionen, Absolventenergebnisse und gesellschaftliche Wirkung.
