Forschungswirkung nachverfolgen: So maximieren Sie Ihre Reichweite und Ihren Einfluss
Messen Sie die Wirkung Ihrer Forschung über Zitationen hinaus, bauen Sie Ihren Ruf und Ihre Netzwerke in Ihrem Fachgebiet aus und bringen Sie Ihre Karriere voran.
Warum ist es wichtig, die Forschungswirkung nachzuverfolgen?
Zu verstehen, wie Ihre Arbeit innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und darüber hinaus aufgenommen wird, ist entscheidend für Ihre berufliche Entwicklung, die Einwerbung von Fördermitteln und dafür, Ihren Beitrag zum menschlichen Fortschritt sichtbarer zu machen.
Akademische Zitationen bleiben zwar eine wichtige Kennzahl, doch auch Downloads, Presseberichterstattung, Zitationen in Richtlinien und sogar Aktivitäten in sozialen Medien tragen zur Sichtbarkeit und Wirkung Ihrer Arbeit bei.
Im Folgenden finden Sie die zwei wichtigsten Bereiche zur Nachverfolgung der Forschungswirkung – mit Links zu unseren Ressourcen und Tools.
Artikelmetriken
Artikelmetriken (ALMs) messen Reichweite und Einfluss einzelner Veröffentlichungen. ALMs umfassen klassische Kennzahlen wie Zitationszahlen, Journal Impact Factors und Download-Statistiken sowie Indikatoren wie Erwähnungen in sozialen Medien, Berichterstattung in den Nachrichten und Verweise in Richtliniendokumenten.
ALMs helfen Ihnen zu erkennen, wie einflussreich Ihre Arbeit ist, und zu verstehen, wie unterschiedliche Zielgruppen mit Ihrer Forschung interagieren. Diese Daten können bei Förderanträgen, Tenure-Unterlagen oder Kooperationsvorschlägen sehr wertvoll sein.
Auf der Detailseite zu den Metriken eines Artikels finden Sie vier Scopus-spezifische Kennzahlen: Gesamtzahl der Zitationen nach Zeitraum, Zitationen pro Jahr für einen ausgewählten Zeitraum, Zitationsbenchmarking (Perzentil) und Field-Weighted Citation Impact (FWCI). Auch die „Views count“ ist verfügbar, damit Sie die Nutzung auf einen Blick erfassen können.
PlumX Metrics, integriert in ScienceDirect, bieten einen umfassenden Überblick darüber, wie Forschungsartikel auf digitalen Plattformen wahrgenommen und genutzt werden. Indem diese Metriken die digitalen „Spuren“ von Interaktionen mit den Ergebnissen eines Artikels erfassen, machen sie die gesamte Geschichte der Forschungswirkung einer Studie sichtbar.
PlumX Metrics unterteilt Metriken in fünf Kategorien:
Zitationen — einschließlich traditioneller Indizes wie Scopus sowie Indikatoren für gesellschaftliche Wirkung wie Zitationen in Richtlinien
Nutzung — Klicks, Aufrufe, Downloads, Videoaufrufe, Bibliotheksbestände
Erfassungen — Lesezeichen, Code-Forks, Favoriten, Leser, Beobachter
Erwähnungen — Blogbeiträge, Kommentare, Rezensionen, Wikipedia-Verweise, Berichterstattung in den Nachrichtenmedien
Soziale Medien — Shares, Likes, Kommentare
Scopus-Autorenprofile
Ihr Scopus Author Profile dient als Ihre professionelle Forschungsidentität und bündelt Ihre Veröffentlichungen, Zitationen und Kollaborationsnetzwerke an einem maßgeblichen Ort.
Jedes Scopus Author Profile wird automatisch erstellt, sobald zwei oder mehr Artikel mit einem Namen verknüpft sind.
Die Plattform zeigt Kollaborationsmuster auf, identifiziert Ihre meistzitierten Arbeiten und verfolgt, wie der Einfluss Ihrer Forschung im Laufe der Zeit wächst.
Ein korrekt gepflegtes Profil stellt sicher, dass Ihre Forschungsbeiträge richtig zugeordnet werden und für Fachkolleg*innen, potenzielle Kooperationspartner und Förderorganisationen leicht auffindbar sind.
Die Integration mit Ihrer ORCID-Kennung stärkt Ihre digitale Präsenz über Plattformen hinweg und sorgt dafür, dass Ihre Arbeit in wissenschaftlichen Datenbanken, bei Zeitschrifteneinreichungen und in institutionellen Repositorien konsistent dargestellt wird.
Prüfen Sie Ihr Profil regelmäßig, um zu kontrollieren, ob neue Veröffentlichungen korrekt zugeordnet sind, aktualisieren Sie Ihre institutionelle Zugehörigkeit und stellen Sie sicher, dass Beziehungen zu Mitautor*innen richtig abgebildet sind. Diese einfachen Schritte stärken Ihre professionelle Forschungspräsenz deutlich und helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erreichen.
Häufig gestellte Fragen
Am besten überprüfen Sie Ihr Profil regelmäßig — mindestens einige Male pro Jahr. Richten Sie Benachrichtigungen für wesentliche Änderungen der Zitationszahlen oder für Erwähnungen Ihrer Arbeit in der Berichterstattung ein.
Nein. Alternative Metriken ergänzen klassische Zitationskennzahlen, ersetzen sie aber nicht. Zusammen vermitteln sie ein vollständiges Bild sowohl des wissenschaftlichen Einflusses als auch der breiteren gesellschaftlichen Wirkung.
Die Erwartungen an Zitationen unterscheiden sich stark je nach Disziplin und Karrierestufe. Konzentrieren Sie sich eher auf die Entwicklung Ihrer eigenen Zitationszahlen als auf absolute Werte. Vergleichen Sie Ihre Metriken mit fachspezifischen Benchmarks in Scopus und berücksichtigen Sie auch alternative Metriken, die für Ihr Forschungsgebiet relevanter sein können.
Metriken sollten als Instrumente zur Einordnung verstanden werden, nicht als endgültige Qualitätsurteile. Niedrigere Werte können Chancen aufzeigen, die Sichtbarkeit zu erhöhen — etwa indem Sie Ihre Arbeit teilen, international zusammenarbeiten oder in anderen Zeitschriften veröffentlichen.
Sie können Korrekturen anfordern. Wählen Sie in Ihrem Scopus-Konto „Edit author profile“. Wählen Sie Ihren Namen und Ihre aktuellste Zugehörigkeit aus der Dropdown-Liste aus. Wählen Sie „Review request“ und klicken Sie, sobald Sie mit Ihren Änderungen zufrieden sind, auf „Submit request“.
Zusammenfassung
Die Nachverfolgung Ihrer Forschungswirkung verwandelt abstrakte Vorstellungen von Einfluss in messbare Nachweise Ihres Beitrags zum wissenschaftlichen Fortschritt und zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung. Durch die Beobachtung auf Artikelebene und die Pflege Ihres Scopus-Profils können Sie ein vollständiges Bild davon aufbauen, wie Ihre Arbeit den wissenschaftlichen Diskurs prägt und reale Anwendungen beeinflusst.