Warum Sie ein Informationsmanagementsystem für die Forschung (RIMS) brauchen
Erfahren Sie, wie akademische Führungskräfte ihre Forschungsprozesse transformieren.
Die akademische Landschaft wird immer komplexer: globaler Wettbewerb, steigende Belastungen für Lehrende und Forschende sowie rasche technologische und regulatorische Veränderungen prägen den Alltag. Um widerstandsfähig zu bleiben, brauchen Hochschulen eine Lösung, die koordinierte und umfassende Einblicke in ihre Forschungsaktivitäten bietet. Eine solche Lösung sollte helfen, die vielfältigen Stakeholder, Anwendungsfälle und Systeme im Forschungsinformationsmanagement zu verstehen und zu steuern, damit Hochschulen Folgendes erreichen können:
Forschungsleistung steigern
Globale Reputation stärken
Fördermittel erschließen
Lokale und internationale Zusammenarbeit ausbauen
Was ist ein Informationsmanagementsystem für die Forschung (RIMS)?
Informationsmanagementsysteme für die Forschung werden unter verschiedenen Bezeichnungen und Akronymen geführt, darunter Current Research Information Systems (CRIS) oder auch „Profilsystem“ bzw. „Networking-Tool“. Diese Systeme sollen die Effizienz und Wirksamkeit des Forschungsinformationsmanagements erhöhen, indem sie die verschiedenen Elemente und Prozesse des Forschungsökosystems integrieren und verknüpfen. Außerdem dienen sie als zentrales Datenrepository für Analysen, Berichte und die Sichtbarmachung von Forschung.
Was ist Forschungsinformationsmanagement?
Forschungsinformationsmanagement umfasst das Erfassen, Organisieren und wirksame Nutzen von Daten zu Forschungsaktivitäten. Es ermöglicht, den Impact von Forschung nachzuverfolgen und zu berichten, Forschungsleistungen und wissenschaftliche Profile sichtbar zu machen, rechtliche und ethische Anforderungen wie Open-Access-Vorgaben einzuhalten und Forschungsdaten langfristig zu bewahren.
Angesichts der wachsenden Komplexität des Forschungsökosystems ist es bereits anspruchsvoll, die Daten aus nur einem einzigen Forschungsprojekt zu verwalten. Forschungsdaten universitätsweit ohne eine geeignete Lösung zu managen, ist weder praktikabel noch realistisch.
Wer sind die Stakeholder eines RIMS?
An jedem Element des Forschungsökosystems sind verschiedene Stakeholder beteiligt und stehen damit auch vor den jeweiligen Herausforderungen im Forschungsalltag. Wenn Zugang zu hochwertigen Daten und professionellem Forschungsmanagement besteht, können Stakeholder ihren Beitrag für ihre Institution und darüber hinaus gezielt weiterentwickeln.
Zu den Stakeholder-Kategorien gehören:
Kategorie | Beschreibung |
|---|---|
Entscheidungsträger:innen | Umfasst institutionelle Führungskräfte, die Forschungsdaten nutzen, um strategische Entscheidungen über interne Mittelzuweisungen, Personal, Einrichtungen, Ausstattung, Öffentlichkeitsarbeit und interne Richtlinien für forschungsbezogene Workflows zu treffen. |
Unterstützende Bereiche | Umfasst Bibliotheken und Forschungsmanagementstellen, die das Forschungsmanagement maßgeblich unterstützen. |
Weitere Beteiligte | Interne Abteilungen oder Teams, die zum Forschungsinformationsmanagement beitragen, darunter: • Informationstechnologie • Finanzen • Personal • Studierendenverwaltung • Recht • Risikomanagement • Ethikkommission • Kommunikation |
Forschende | Umfasst Personen, die an Durchführung, Publikation und Sichtbarmachung von Forschung beteiligt sind: • Fakultätsmitglieder • Mitarbeitende • Promovierende • Mitarbeitende zur Forschungsunterstützung |
Externe Stakeholder | Umfasst Förderorganisationen sowie staatliche oder kommerzielle Partner mit Interesse an der Forschung. Dazu können auch Mitglieder der Öffentlichkeit gehören, die Gegenstand der Forschung sind oder von ihr und ihren Ergebnissen betroffen werden. |
Wie funktioniert ein RIMS?
Informationsmanagementsysteme für die Forschung arbeiten, indem sie eine Vielzahl von Daten, Systemen und Einheiten integrieren und verknüpfen, um eine einheitliche Sicht auf die Forschungsaktivitäten einer Institution zu schaffen. Sie bieten Funktionen, mit denen sich diese unterschiedlichen Elemente verwalten lassen, sodass alle Komponenten effizient zusammenwirken. Vor der Speicherung und Nutzung werden Daten so aufbereitet, dass Genauigkeit und Nutzbarkeit sichergestellt sind.
Ein RIMS speichert zentral zusammengehörige Daten für:
Analyse
Berichterstattung
Sichtbarmachung und Kommunikation von Forschung
Informationsmanagement an einem Ort über eine einzige Oberfläche
Bei Analyse und Berichterstattung helfen RIMS dabei, Muster in Forschungsdaten zu erkennen und so fundierte Entscheidungen zu unterstützen.
Die zentral gebündelten Daten und die gemeinsame Oberfläche fördern wiederum:
Forschungsleistung
Internationale Zusammenarbeit
Fördermittel
Forschung und Metadaten
Forschungsbezogene Elemente lassen sich in drei große Kategorien einteilen – Forschungsleistungen, Wirkungskennzahlen und zugehörige Dokumente. Wenn diese Elemente in einem interoperablen System miteinander verknüpft werden, können Hochschulen Datensilos auflösen und von fragmentierter, manueller Datenerfassung zu einem einheitlichen, automatisierten und strategischen Überblick über ihre Forschungslandschaft wechseln.
Warum sollten Sie ein RIMS nutzen? Welche Vorteile bietet es?
Nicht verbundene Datenquellen mit uneinheitlichen Kennungen können das Forschungsmanagement erschweren, zeitnahe Entscheidungen behindern und dazu führen, dass Chancen ungenutzt bleiben.
Verknüpfte Daten mit eindeutigen Kennungen ermöglichen ein schlankeres Forschungsmanagement, vereinfachte Berichtsprozesse und zahlreiche weitere Vorteile.
Welchen Nutzen haben präzise und aktuelle Informationen?
Der Wechsel von einer Landschaft aus getrennten Systemen und Daten hin zu einer vernetzten Datenumgebung in einem einheitlichen System ermöglicht:
Fundierte Entscheidungen
Bessere Kommunikation
Höhere Forschungsleistung
Mehr Zusammenarbeit
Mehr Sichtbarkeit und Wirkung
Verbesserte Compliance
Geringeren Verwaltungsaufwand
In einer nicht vernetzten Umgebung ist es schwierig, ein klares Bild der Lage zu gewinnen. Hochschulen greifen häufig auf mehrere Systeme zurück und verwalten komplexe Tabellen und Dokumente, in der Hoffnung, Einheiten und Daten zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzuführen.
In dieser neuen vernetzten Welt können Hochschulen präzise und aktuelle Informationen nutzen, um besser fundierte Entscheidungen zu treffen. Viele RIMS-Kund:innen berichten von einer Reihe von Vorteilen, die sie nach der Einführung des Systems erlebt haben
Why did you choose a RIMS?
Why did you choose a RIMS?
Warum brauchen Sie ein Informationsmanagementsystem für die Forschung (RIMS)?
Jetzt herunterladenDie 10 wichtigsten Vorteile eines RIMS
Sichtbarkeit
Erhöhen Sie die globale Sichtbarkeit der institutionellen Forschung und der Forschenden mit dynamischen Forschungsprofilen auf internationalen Plattformen, die Forschungsleistungen, Fachgebiete und Wirkung sichtbar machen.
Strategische Entscheidungen
Nutzen Sie umfassende Analysen, um fundierte strategische Entscheidungen zur Ressourcenverteilung und Zielsetzung zu treffen.
Zusammenarbeit
Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten zur internationalen Zusammenarbeit, indem Sie die Sichtbarkeit Ihrer Forschung, Ihrer Forschenden, Labore und Geräte erhöhen.
Gesellschaftliche Wirkung
Machen Sie Ihre gesellschaftliche Wirkung sichtbar und zeigen Sie Ihren Beitrag zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs).
Forschungsmanagement
Steuern Sie alle Aspekte der Forschungsadministration mit konfigurierbaren Kommunikations- und Workflow-Tools.
Berichterstattung
Verbessern Sie Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz von Berichten für individuelle und programmbezogene Evaluationen, Förderanträge, nationale Leistungsbewertungen und Einreichungen für globale Rankings.
Leistung
Geben Sie Forschenden Zugang zu hochwertigen Ressourcen sowie erweiterten Such- und Analysetools, um Effizienz und Wirkung zu steigern.
Fördermittel
Entdecken Sie neue Finanzierungsquellen und Kooperationsmöglichkeiten, um Ihre Forschungsinitiativen voranzubringen.
Open Science
Fördern Sie Open-Science-Praktiken und stellen Sie die Einhaltung relevanter Vorgaben und Regularien sicher.
Bewertungen
Vereinfachen Sie Bewertungen von Fakultäten und Studienprogrammen.
Was ist der Unterschied zwischen einem RIMS und einem institutionellen Repositorium (IR)?
Die Confederation of Open Access Repositories (COAR) beschreibt die Unterschiede zwischen RIMS und institutionellen Repositorien (IR).
Breite Forschungsaktivität vs. Forschungsleistungen
Ein RIMS erfasst die gesamte institutionelle Forschungstätigkeit. Ein institutionelles Repositorium (IR) legt den Schwerpunkt dagegen auf Forschungsleistungen.
Berichterstattung vs. Verbreitung
Da ein RIMS umfassende Informationen über Forschungsaktivitäten sammelt, lässt es sich zur Beschreibung und Berichterstattung über Forschung nutzen. Ein IR – ursprünglich zur Unterstützung der Open-Access-Bewegung entwickelt – dient dagegen in erster Linie dazu, Zugang zu Publikationen und anderen Forschungsergebnissen zu bieten.
Intern fokussiert vs. extern ausgerichtet
Da diese Systeme mit unterschiedlichen Zielen entwickelt wurden, sind RIMS in der Regel intern ausgerichtete Werkzeuge, während IRs meist stärker extern orientiert sind. Mit der Weiterentwicklung beider Produktkategorien beginnt sich das jedoch zu verschieben. Viele RIMS verfügen heute über eine öffentlich zugängliche Komponente, etwa ein Portal zur Präsentation von Forschungsleistungen. Gleichzeitig entwickeln sich IRs weiter und bieten zunehmend auch Funktionen für die interne Berichterstattung.
Sollte ich mein RIMS kaufen oder selbst entwickeln?
Im Whitepaper "Buy or build: An exploration of the total cost of ownership for a RIMS", in dem das Forschungsunternehmen KnowledgeE sowohl einmalige als auch laufende Kosten untersucht hat.
KnowledgeE definierte diese Kosten wie folgt:
Einmalige Kosten | Jährliche Betriebskosten |
|---|---|
• Softwarelizenzen • Implementierung | • Infrastruktur • Laufende Wartung • Betriebspersonal |
KnowledgeE kam zu dem Ergebnis, dass der Kauf einer kommerziellen Lösung Einsparungen von mehr als 50 % ermöglichen könnte. RTI International ist ein unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut, das sich der Verbesserung der Lebensbedingungen widmet. Es wurde 1958 als Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und drei Hochschulen in North Carolina gegründet. Diese Partnerschaft machte es erforderlich, dass mehrere Beteiligte zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
RTI führte das Elsevier Pure RIMS ein und stellte fest, dass der Wechsel von einer selbst entwickelten Lösung zu Pure das ideale Gleichgewicht zwischen Systemstabilität und Anpassbarkeit bot.
Tipps für eine erfolgreiche RIMS-Einführung
Ganz gleich, ob Sie kaufen oder selbst entwickeln: Dank unserer langjährigen Erfahrung mit RIMS-Einführungen können wir die folgenden Erkenntnisse und Best Practices für eine erfolgreiche Implementierung weitergeben.
Wichtige Beteiligte identifizieren Bestimmen Sie die zentralen Personen in der gesamten Hochschule, die für eine erfolgreiche RIMS-Einführung entscheidend sind.
Die richtige Technologie wählen
Stellen Sie sicher, dass die gewählte Plattform Ihren aktuellen und künftigen Anforderungen gerecht wird.
Den Nutzen verstehen
Die Einführung eines RIMS erfordert die klare Unterstützung durch Stakeholder und Schlüsselpersonen. Damit das Vorhaben gelingt, müssen alle den Wert präziser und aktueller Informationen verstehen und sich diesem gemeinsamen Ziel verpflichtet fühlen.
Stringentes Projektmanagement
Ein wirksames Projektmanagement ist bei der Einführung eines RIMS entscheidend – insbesondere wegen des Risikomanagements. Projektverantwortliche müssen potenzielle Risiken erkennen, Strategien zu ihrer Minderung entwickeln und Notfallpläne festlegen, um auf mögliche Probleme reagieren zu können.
Schulung
Eingespielte Workflows zu verändern und ein neues System einzuführen, kann anspruchsvoll sein – selbst dann, wenn es die Arbeit der Mitarbeitenden erleichtert. Eine wirksame und rechtzeitige Schulung ist entscheidend, um diese Hürde zu überwinden. Ein umfassender Schulungsplan, die Zustimmung der Stakeholder und eine gute Umsetzung sind zentrale Erfolgsfaktoren des Projekts.
Feedback einplanen
Wenn Sie mögliche Hürden frühzeitig antizipieren und während des gesamten Prozesses offen und transparent kommunizieren, steigen die Chancen auf eine erfolgreiche Einführung.
Laufende Unterstützung
Auch wenn der Großteil Ihrer Ressourcen in die Einführung des RIMS fließt, bleibt kontinuierliche Unterstützung unverzichtbar. Dazu gehören sowohl technische als auch nutzerorientierte Hilfestellungen. Die Cloud-Lösung eines Anbieters kann die technische Supportlast reduzieren, während fortlaufende Schulungen, Support-Websites und FAQs ebenfalls wertvolle Unterstützung bieten.
Wachstum einplanen
Nach Abschluss der ersten Implementierungsphase lässt die Dynamik häufig nach. Möglicherweise wurden Funktionen zunächst nicht berücksichtigt, oder der Anbieter veröffentlicht neue Features – insbesondere bei kommerziellen Produkten. Damit Ihr RIMS wirksam bleibt und sein Potenzial voll ausgeschöpft wird, sollten Sie kontinuierliche Verbesserungen über laufende Projekte einplanen, die das System agil und aktuell halten.
Veränderung einplanen
Stakeholder, Hochschulinitiativen und Berichtspflichten entwickeln sich laufend weiter. Da ein RIMS die Grundlage für viele Berichts- und Betriebsprozesse bildet, erfordern diese Veränderungen einen flexiblen und agilen Umgang damit.