Peer-Review und Wiedereinreichung: effektiv reagieren
Navigieren Sie durch das Feedback aus dem Peer Review, um Ihr Manuskript zu stärken und Ihre Chancen auf eine Annahme zu erhöhen.
Den Peer-Review- und Wiedereinreichungsprozess verstehen
Das Peer Review soll die Qualität und Integrität der wissenschaftlichen Fachliteratur sicherstellen. Unabhängige Gutachtende – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder Fachleute mit Expertise in Ihrem Bereich – bewerten Ihr Manuskript objektiv, um festzustellen, ob die Forschung originell, methodisch fundiert und klar vermittelt ist.
Das Feedback der Gutachtenden hilft Ihnen, Ihre Arbeit zu verfeinern und Ihr Manuskript zu stärken.
Die drei zentralen Bereiche von Peer Review und Wiedereinreichung werden im Folgenden mit Links zu unseren Ressourcen vorgestellt.
Der Zweck des Peer Reviews
Der Peer-Review-Prozess kommt sowohl Autorinnen und Autoren als auch der gesamten Forschungsgemeinschaft zugute. Er ermöglicht es Autorinnen und Autoren, mit Zuversicht zu publizieren, indem er konstruktive Hinweise liefert, die Argumente schärfen, Grenzen aufzeigen und die Darstellung verbessern. Für die Gemeinschaft schafft er Vertrauen und stellt sicher, dass veröffentlichte Erkenntnisse strengen wissenschaftlichen Standards in Bezug auf Integrität, Genauigkeit und Reproduzierbarkeit entsprechen.
Wenn Sie verstehen, dass Peer Review darauf abzielt, Ihre Arbeit zu verbessern und nicht zu kritisieren, können Sie das Feedback konstruktiver einordnen.
Auf Kommentare der Gutachtenden reagieren
Eine wirksame Reaktion auf das Feedback von Gutachtenden erfordert eine klare, professionelle und konstruktive Kommunikation.
Bleiben Sie beim Beantworten von Kommentaren höflich, sachlich und evidenzbasiert. Wenn Sie mit der Einschätzung einer Gutachterin oder eines Gutachters nicht einverstanden sind, erläutern Sie Ihre Begründung respektvoll und stützen Sie sie mit Belegen. Manchmal zeigt das Feedback auch, dass bestimmte Passagen klarer formuliert werden könnten – überlegen Sie, ob zusätzliche Erläuterungen oder eine Umstrukturierung das Verständnis verbessern würden.
Gehen Sie mit unterschiedlichen Einschätzungen der Gutachtenden um, indem Sie auf jede Perspektive einzeln eingehen. Erklären Sie, warum Sie sich für einen bestimmten Ansatz entscheiden, und übernehmen Sie – wenn sinnvoll – Elemente aus beiden Sichtweisen.
Ihr Manuskript erneut einreichen
Bevor Sie Ihre überarbeitete Fassung einreichen, prüfen Sie das Entscheidungsschreiben und alle Dateianhänge sorgfältig auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
Sie können den Status Ihrer Wiedereinreichung verfolgen. Bedenken Sie jedoch, dass die Bearbeitungszeiten je nach Verfügbarkeit der Gutachtenden und Komplexität der Überarbeitungen variieren.
Nach der Wiedereinreichung kann die Redaktion Ihr Manuskript entweder an die ursprünglichen Gutachtenden zur erneuten Prüfung zurücksenden oder die Änderungen selbst bewerten. Dies hängt vom Umfang der erforderlichen Überarbeitungen ab. Das Ergebnis kann eine Annahme, eine weitere Überarbeitungsrunde, die Übertragung an eine andere Zeitschrift oder in manchen Fällen eine Ablehnung sein.
Denken Sie daran: Mehrere Überarbeitungsrunden sind üblich. Jede davon ist eine Gelegenheit, Ihr Manuskript robuster zu machen und sicherzustellen, dass es den höchsten Standards wissenschaftlicher Integrität entspricht.
Die Begutachtungsdauer variiert je nach Zeitschrift, Fachgebiet und Verfügbarkeit der Gutachtenden. Eine erste Begutachtung dauert oft mehrere Wochen, komplexe oder stark spezialisierte Themen können jedoch mehr Zeit erfordern. Durchschnittliche Begutachtungszeiten werden auf der Homepage der jeweiligen Zeitschrift angezeigt.
Ihre Antwort sollte gründlich, aber fokussiert sein. Gehen Sie auf jeden inhaltlich relevanten Kommentar einzeln ein, vermeiden Sie jedoch unnötig lange Erläuterungen bei kleineren Korrekturen.
Gehen Sie professionell auf Bedenken ein und stützen Sie Ihre Antworten auf Belege. Wenn Sie glauben, dass eine Gutachterin oder ein Gutachter Ihre Arbeit grundlegend missverstanden hat, erläutern Sie dies klar, statt die Kommentare abzutun.
Nein. Die meisten Vorschläge sollten zwar berücksichtigt werden, aber Sie können in einzelnen Punkten anderer Meinung sein. In diesem Fall erläutern Sie Ihre Begründung in Ihren Antworten klar und höflich.
Eine Ablehnung nach der Überarbeitung ist zwar enttäuschend, liefert aber wertvolles Feedback für künftige Einreichungen. Prüfen Sie alle Kommentare sorgfältig, bevor Sie Ihr Manuskript anderswo einreichen.
Zusammenfassung
Peer Review ist eine wichtige Phase, die Ihre Forschung stärkt, ihre Klarheit verbessert und die Integrität, Genauigkeit und Reproduzierbarkeit der Inhalte sicherstellt. Wenn Sie konstruktiv mit dem Feedback der Gutachtenden umgehen, eine gut strukturierte Antwort vorbereiten und eine sorgfältig überarbeitete Fassung erneut einreichen, machen Sie einen entscheidenden Schritt in Richtung Publikationserfolg.
Nachdem Sie diese Phase des Publikationsprozesses abgeschlossen haben, können Sie zum nächsten Schritt übergehen: Korrektur und Veröffentlichung.