Diagnose to Escape: Wie innovative Formate klinische Entscheidungsunterstützung erlebbar machen
29. Juli 2026
Von Ben Beier
Vom 9. bis 13. Juni 2026 wurde Hamburg zum Treffpunkt der internationalen Notfallmedizin: Beim 25th International Conference on Emergency Medicineopens in new tab/window (ICEM) und der 21. Jahrestagung der DGINA kamen Expert*innen aus der Notfallversorgung im CCH Congress Center Hamburg zusammen. Elsevier war mit einem eigenen Stand und einem besonderen interaktiven Format vor Ort: ESCAPEdx | Back to the 80s – Diagnose to Escape!
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich klinische Entscheidungsunterstützung nicht nur erklären, sondern praktisch erlebbar machen lässt. Denn gerade in der Notfallmedizin werden Entscheidungen oft unter Zeitdruck getroffen. Symptome müssen eingeordnet, Informationen bewertet und klinische Hinweise im Team zusammengeführt werden. Genau diese Dynamik griff ESCAPEdx auf, als Escape Room, der klinisches Wissen, Teamwork und den Umgang mit digitalen Lösungen wie ClinicalKey AI in eine spielerische, aber fachlich fundierte Erfahrung übersetzte.
Zurück in die 80er: Diagnose unter Zeitdruck
Das Setting führte die Teilnehmenden zurück ins Jahr 1987: In einem Emergency Department in São Paulo treffen mehrere Patient*innen mit ungewöhnlichen, sich schnell entwickelnden Symptomen ein. Während Nachrichten über einen Strahlenunfall die Stadt verunsichern, müssen die Teams klinische Hinweise sammeln, Patientengeschichten vergleichen und entscheiden, welche Spuren wirklich zur Diagnose führen, und welche nur ablenken.
Was zunächst wie ein klassisches Escape-Room-Szenario wirkt, folgt einer klaren medizinischen Logik. Die Teilnehmenden mussten Informationen interpretieren, Zusammenhänge erkennen und gemeinsam unter Zeitdruck handeln. ClinicalKey AI wurde dabei nicht abstrakt präsentiert, sondern in einen konkreten diagnostischen Kontext eingebunden: als digitale Unterstützung, die dabei hilft, klinische Informationen schneller zu prüfen und einzuordnen.
Lernen durch Anwendung
Der Erfolg des Formats lag gerade darin, dass es mehr war als eine Produktdemonstration. ESCAPEdx machte klinische Entscheidungsunterstützung erfahrbar. Statt passiv zuzuhören, wurden die Teilnehmenden selbst aktiv: Sie mussten kommunizieren, Hypothesen prüfen, Hinweise gewichten und als Team zu einer Lösung kommen.
Damit spiegelte das Format zentrale Anforderungen der Notfallmedizin wider. In realen klinischen Situationen sind Informationen selten vollständig. Entscheidungen entstehen unter Unsicherheit, im Austausch mit Kolleg*innen und oft in sehr kurzer Zeit. Ein interaktives Format wie ESCAPEdx kann genau diese Realität aufgreifen und gleichzeitig zeigen, wie digitale Lösungen im richtigen Moment unterstützen können.
So entsteht ein anderer Zugang zu klinischer Technologie: Nicht die Funktion allein steht im Vordergrund, sondern die konkrete Anwendungssituation. Teilnehmende erleben, wie die Lösung in einem diagnostischen Prozess unterstützen kann, nicht als Ersatz klinischer Expertise, sondern als Werkzeug, das relevante Informationen schnell zugänglich macht.
Engagement, das über den Messestand hinausgeht
Die Resonanz auf ESCAPEdx zeigte, wie stark nicht-traditionelle Formate Interesse und Austausch fördern können. Über zwei Kongresstage nahmen mehr als 300 Personen am Escape Room teil. Insgesamt entstanden mehr als 400 Interaktionen, darunter Gespräche am Elsevier-Stand und im Umfeld der Aktivierung. Die Teilnehmenden kamen aus 17 Ländern, was die internationale Reichweite des Formats zusätzlich unterstreicht.
Auch über den Kongress hinaus erzeugte ESCAPEdx Aufmerksamkeit. Inhalte rund um den Escape Room wurden auf Social Media geteilt, darunter Eindrücke aus dem Raum, kurze Videos von Teilnehmenden und Beiträge aus der Zusammenarbeit mit einem medizinischen Influencer, Dr. Ryzek. Die Aktivierung wurde so nicht nur vor Ort sichtbar, sondern verlängerte ihre Wirkung auch digital.
Besonders wertvoll war dabei der natürliche Gesprächsanlass. Wer aus dem Escape Room kam, hatte ClinicalKey AI nicht nur gesehen, sondern in einem klinisch gedachten Szenario erlebt. Das machte anschließende Gespräche konkreter: Es ging nicht nur darum, was eine Lösung kann, sondern wie sie in der Praxis unterstützen kann.
Innovation braucht Erfahrung
ESCAPEdx hat beim ICEM 2026 gezeigt, dass innovative Formate im Gesundheitswesen weit mehr leisten können als Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sie können klinische Inhalte greifbar machen, Teamwork fördern und komplexe digitale Lösungen in einen praxisnahen Kontext übersetzen.
Gerade bei KI-gestützter klinischer Entscheidungsunterstützung ist das entscheidend. Vertrauen entsteht nicht allein durch eine Präsentation oder eine Produktbeschreibung. Es entsteht, wenn Anwender*innen erleben, wie ein Tool in einer realitätsnahen Situation funktioniert, welchen Mehrwert es bietet und wie es klinisches Denken unterstützt.
Der Escape Room verband spielerische Elemente mit fachlicher Relevanz: Diagnose, Kommunikation, Zeitdruck, Informationsbewertung und digitale Unterstützung kamen in einem gemeinsamen Szenario zusammen. Damit wurden Entscheidungsunterstützungs-Löseungen nicht nur vorgestellt, sondern als Teil eines klinischen Entscheidungsprozesses erfahrbar gemacht.
Für Elsevier war ESCAPEdx damit ein starkes Beispiel dafür, wie medizinische Innovation auf Kongressen neu vermittelt werden kann: interaktiv, praxisnah und mit echtem Engagement. Oder anders gesagt: Manchmal reicht es nicht, über klinische Entscheidungsunterstützung zu sprechen. Man muss sie erleben.
ESCAPEdx gibt es jetzt auch online. Testen Sie Ihre diagnostischen Fähigkeiten und finden Sie heraus, ob Sie rechtzeitig entkommen.
Mitwirkende*r
