Wenn’s mit einer Klausur mal nicht klappt…?

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Auch wenn man es nicht glauben mag, aber auch Medizinstudenten sind nur Menschen. Daher ist es mehr als verständlich, dass eine Klausur auch mal daneben gehen kann. Hier möchte ich euch meine Erfahrungen damit schildern….

Jedoch muss ganz klar dazu gesagt werden, dass es sich hierbei um keine Physikums / Examensklausur oder ähnliches handelt. Sondern um eine Klausur, welche mit „beliebig“ vielen Versuchen zu machen ist. Beim Physikum (mit nur 3 Versuchen) sieht die ganze Sache natürlich anders aus, aber das ist auch ein ganz anderes Thema.

Zurück zur menschlichen Fehlbarkeit eines Medizinstudenten. In meinem Fall war es die Klausur zum Fachblock Chemie im ersten Semester. Das Nichtbestehen mag daran gelegen haben, dass es mein erstes Semester war und ich noch nicht wirklich wusste wie der Hase läuft, an den Dozenten, oder dass ich einfach schlichtweg keine Ahnung von Chemie hatte. Was sich übrigens bis heute nicht viel geändert hat. Bei meinem ersten Versuch dieser Klausur hatte ich im Vorfeld alles Mögliche versucht um sie zu bestehen: Ich war bei allen Vorlesungen / Tutorien / Wahlpflichtblöcken und habe sogar private Nachhilfe genommen. Dennoch bin ich kläglich gescheitert. Im ersten Moment ist natürlich für mich eine kleine Welt zusammengebrochen. Hat man doch als „kleiner Ersti“ diverse Idealvorstellung von sich und seinem Studium. Also habe ich mich noch intensiver hingesetzt und noch mehr getan für dieses Fach, damit es in der Nachklausur (ca. 1,5 Monate später) endlich klappt. Aber, wie es nun mal so war, war auch diese ein Reinfall. Dann kam das nächste Semester (Makroskopische Anatomie) während dessen ich natürlich überhaupt keine Zeit / Lust auf Chemie hatte. Also war auch der dritte Versuch nix, es war eher ein „die Klausur mal ansehen“. Letztendlich hat es dann beim vierten Versuch endlich mit dem Chemie-Schein geklappt und ich hatte meinen kleinen Teufel besiegt.  Was ich euch am Beispiel meiner persönlichen Chemie-Odyssee näherbringen möchte:

  • Der Vermerk „nicht bestanden“ bedeutet nicht das Ende des Studiums oder der Welt, es heißt vielleicht eher „ändere die Lernstrategie“.
  • Beim ersten Versuch habe ich vor allem auf Verstehen gelernt. Im Hinblick auf das spätere Berufsleben ist das natürlich genau das Richtige, aber für die ein oder andere spezielle Klausur muss man sich auch mal mit weniger zufrieden geben.
  • Wenn ältere Studenten sagen „lernt mit Altklausuren“, dann seid ihr gut beraten es auch zu tun. Wie gesagt, Verstehen ist leider nicht immer alles, manchmal kommt es auch eher darauf an zu wissen wie ein Dozent „tickt“ und was man ihm in Klausuren vorbeten muss.
  • Hängt in Gedanken nicht immer an dieser einen Klausur die euch vielleicht mal den Schlaf geraubt hat. Macht erstmal weiter mit dem Studium. Ein anderes Fach schafft wieder mehr Freiheit im Kopf und hält die Motivation hoch fürs gesamte Studium. Auch ein kleiner Urlaub zwischen den Klausurversuchen kann wahre Wunder bewirken.
  • Nutzt wirklich jeden Klausurversuch. Wie schon erwähnt, es geht hierbei nicht um Klausuren mit begrenzter Versuchsanzahl, sondern um Klausuren, bei denen ihr eher „freie Versuche“ habt. Zur Not klappt es wieder nicht, aber dann habt ihr es zum einen einfach versucht (und euch die aktuellen Fragestellungen angesehen) und zum anderen bekommt ihr etwas „Prüfungsroutine“ und Übung.
  • Vergleicht euch nicht mit den Anderen. Eine gute Freundin von mir hatte in eben dieser ersten Chemieklausur fast volle Punktzahl, aber das sagt nicht das geringste über euch aus. Jeder hat Fächer die ihm mal mehr und mal weniger liegen.
  • Das Wichtigste: Verliert nicht den Spaß und die Freude am Studium. Versucht es einfach weiter, Übung macht den Meister und es wird schon klappen.

Eure Melanie

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