Freizeit im Medizinstudium – gibt es das überhaupt?

Klar ist, dass wir alle extrem viel lernen müssen. Wir gehen früh zur Uni in die Vorlesungen, besuchen Pflichtveranstaltungen, eilen vom Seminar zum Praktikum im Krankenhaus, mittags mal schnell in die Mensa, danach wieder zur Vorlesung und nach einem 8-12 Stunden Tag am Campus endlich nach Hause oder in die Bibo, wo das Lernen weiter geht. So in etwa sieht der typische Mediziner-Wochentag aus. Sieht also so aus, als wenn man denken könnte, dass man als MedizinstudentIn keine Freizeit hat? Doch, hat man! Und das verrate ich euch im Folgenden!

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1. Überlege dir, zu welchen Vorlesungen du gehst

Fangen wir einmal bei den Vorlesungen an. Vorlesungen können sehr lehrreich und hilfreich sein, anderseits können sie aber oftmals auch einfach nur Zeitverschwendung sein. Daher entscheidet klug, ob euch die Vorlesung etwas bringt oder ihr in der Zeit zuhause/in der Bib euch das Wissen viel effizienter aneignen könnt. Manchmal doppeln sich Inhalte der Vorlesungen auch und so habt ihr wieder ein bisschen Zeit freigeschaufelt (weil ihr euch das Thema ja schon einmal erarbeitet habt), um euch euren Hobbys zu widmen.

2. Nutzt die Zeit in den Seminaren und Vorlesungen intensiv

Was ihr in der Zeit aktiv aufnehmt, müsst ihr Zuhause nicht mehr lernen bzw. nacharbeiten. Das spart immens Zeit, wenn man anstatt in Gedanken zu schweben oder in sozialen Netzwerke zu stöbern aktiv zuhört und vor allem den Austausch sucht. Damit merkt sich der Lernstoff viel besser und spart sich ein paar Lerneinheiten, wodurch man wieder ein wenig mehr Freizeit hat.

3. Lernen in Lerngruppen

Erst die Arbeit dann das Vergnügen. Verbindet das Nützliche mit dem Angenehmen. So könnt ihr neben dem Lernen euch mit Freunden treffen und nach dem gelungenen Brain-Storming euch beispielsweise mit einer Jogging-Runde, mit einem Cocktail oder einem Filme-Abend belohnen.

4. Die Zeit am Nachmittag/Abend ist meist rar

Macht euch also einen Lernplan und einen Tagesplan, damit ihr genau wisst, wann eine Lücke im Terminplan ist. Diese könnt ihr dann direkt mit Freizeitaktivitäten füllen. Dabei habt ihr nicht nur wieder eure Study-Life-Balance (die übrigens extrem wichtig ist) ausgeglichen, sondern auch wieder neue Kraft getankt für die nächste Lerneinheit.

5. Semesterwochen und Prüfungsphasen

Semesterwochen und Prüfungsphasen sind noch einmal unterschiedliche Paar Schuhe. Anfang des Semesters ist es wesentlich einfacher viel Freizeitplanung neben dem Studium zu betreiben und das sollte man auch. Je näher die Prüfungstermine allerdings rücken, desto mehr geht es in aktives Lernen und somit auch in weniger Freizeit. Jedoch sollte man auch da nie auf Treffen mit Freunden, Sport usw. verzichten.

6. Lernen ist nicht gleich Lernen

Versucht euch Zeiten zu setzen, bis wann ihr etwas gelernt haben wollt. Beispielsweise von 13:00-14:00 Thema 1. Damit konzentriert ihr euch viel besser und nutzt die Zeit effizienter.

7. Das Studium soll Spaß machen

Und das macht es meiner Meinung nach auf Dauer nur mit viel Durchhaltevermögen, guten Freunde, netten Gesprächen, Abwechslung und einfach kurz gesagt einem Leben neben dem Studium. Nutzt daher eure freien Minuten ohne schlechtes Gewissen.

8. Das Campus-Netzwerk

Das Campus-Netzwerk bietet viele (oft bis zum Ende des Studiums unentdeckte) Möglichkeiten. Darüber könnt ihr beispielsweise Sprachkurse besuchen oder euch für Sport- und Musikangebote anmelden, die meist im unmittelbaren Umkreis der Uni befinden. Damit spart ihr euch weite Wege zu fern abgelegenen Fitness-Studios, Sprachschulen oder Konzerthallen.

Fazit

Zum Schluss bleibt zu sagen: Nutzt die freie Zeit, die ihr habt. Das ist, wenn ihr die obigen Tipps/Ideen beherzigt, gar nicht mal so wenig Zeit.

Eure Romy


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