3 Dinge, die während des Anatomiekurses hilfreich sind

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Anatomie ist zweifelsohne ein spannendes Fach. Erstmalig hatte ich während des Anatomiekurses das Gefühl, „wirklich“ Medizin zu studieren (was einem manchmal in der Vorklinik während Physik und Chemie schwer fällt, zu glauben). Das Anatomie-Semester war rückblickend für mich sicher eines der anspruchsvollsten und lernintensivsten und ich bin, was die Menge des Lernstoffes angeht, häufig an meine Grenzen gestoßen. Für mich gab es ein paar Dinge, die mir sehr geholfen haben, um das Lernen etwas zu erleichtern.

Ich habe mir im Internet ein kleines, circa 40cm hohes Skelett gekauft (kostet circa 40 Euro), was ich mir auf den Schreibtisch gestellt habe. Generell fällt es mir oft schwer, mir Dinge räumlich vorzustellen. So hatte ich oft Probleme, wenn es zum Beispiel darum ging, wie ein Muskel verläuft und welche Funktion er hat. Als ich mir den Verlauf anhand des Skelettes direkt während des Lernens ansehen konnte, war mir die Funktion sofort klar, ohne irgendetwas auswendig zu lernen. Auf diesen kleinen Skeletten kann man zwar nicht alle kleinen Knochenpunkte erkennen, aber das ist finde ich gar nicht so wichtig. Wer Lust hat, kann sich ja auch von den Eltern zu Weihnachten/zum Geburtstag ein großes Skelett schenken lassen (diese kosten allerdings um die 300 Euro). Hier sind dann maßstabsgetreu alle Knochenpunkte vorhanden. Der Vorteil des kleinen Skelettes ist allerdings, dass man es super transportieren kann, wenn man zum Beispiel in den Semesterferien nach Hause fährt (das große Skelett sollte man angeschnallt auf dem Beifahrersitz mitnehmen, das sorgt für erschrockene Gesichter der anderen Autofahrer 😉.

Außerdem fand ich es hilfreich, zusätzlich zum normalen Anatomie-Atlas auch noch einen Fotoatlas zu haben. Zwar sind die Bilder in den neuen Atlanten extrem gut, trotzdem sehen einige Strukturen an der Leiche doch etwas anders aus. Gerade was feinere Strukturen, wie Nerven, betrifft, kann es ja ziemlich schnell passieren, dass man diese versehentlich durchtrennt. Man bekommt mit einem Fotoatlas auch während des Präparierens ein besseres Gefühl dafür, was man genau am Präparat darstellen soll. Am besten stellt man sich den (Foto-)Atlas während des Präparierens auf einen Ständer neben die Leiche.

Am allerwichtigsten aber, um die Anatomie-Zeit gut und erfolgreich zu überstehen, ist eine gute Lerngruppe. Anatomie ganz alleine zu lernen, wird nicht funktionieren. Es ist extrem hilfreich, wenn man jemanden hat, von dem man abgefragt wird und den man selbst abfragen kann. Dadurch kann sich das Gelernte viel besser festigen und es fällt leicht, in der mündlichen Prüfung alles wiederzugeben. Nutzt insbesondere die Zeit an der Leiche, weil dort ja dann auch die Prüfung stattfinden wird.

Insgesamt ist die Anatomie-Zeit, besonders mit den oben genannten Hilfsmitteln, sehr gut zu überstehen und kann auch trotz Prüfungen und viel Lernstoff richtig Spaß machen!

Eure Anna

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