Was bedeutet Peer-Review?

Reviewern kommt bei wissenschaftlichen Publikationen eine zentrale Rolle zu. Peer-Reviews helfen, die Forschung zu validieren, eine Methode zu etablieren, mit der sie evaluiert werden kann, und die Möglichkeiten zum Netzwerken innerhalb von Forschungsgemeinschaften zu erweitern. Trotz der Kritik sind Peer-Reviews noch immer die einzige weithin akzeptierte Methode zur Validierung von Forschungsergebnissen.

Hintergrund

Elsevier verlässt sich auf den Peer-Review-Prozess, um die Qualität und Gültigkeit einzelner Artikel und der Zeitschriften, die diese veröffentlichen, aufrechtzuerhalten.

Der Peer-Review-Prozess ist schon ein formeller Bestandteil der wissenschaftlichen Kommunikation, seit vor mehr als 300 Jahren die ersten wissenschaftlichen Zeitschriften erschienen sind. Es wird davon ausgegangen, dass die Zeitschrift The Philosophical Transactions of the Royal Society den Peer-Review-Prozess als Erste formalisiert hat.

Im September 2009 ist Elsevier eine Partnerschaft eingegangen mit Sense About Science, einer unabhängige Nichtregierungsorganisation, die das Verständnis der Öffentlichkeit für „solide Wissenschaft“ fördert, mit dem Ziel, die 2009 Peer Review Study zu veröffentlichen - die bisher größte internationale Befragung von Autoren und Reviewern.

Weitere Informationen zu dem Thema Peer-Review finden Sie im kostenlosen Elsevier Publishing Campus.


Der Ablauf eines Peer-Review

Peer-Review Ablauf


Peer-Review-Arten

Single-Blind-Review

Der Autor erfährt die Namen der Reviewer nicht. Diese Art des Reviewings wird traditionell verwendet und sie wird bei Weitem am häufigsten eingesetzt.

  • Die Anonymität der Reviewer ermöglicht unparteiische Entscheidungen – die Reviewer werden nicht von den Autoren beeinflusst.
  • Die Autoren sind möglicherweise besorgt, dass Reviewer in ihrem Fachgebiet die Veröffentlichung verzögern könnten, was den Reviewern die Möglichkeit gibt, zuerst zu veröffentlichen.
  • Reviewer könnten ihre Anonymität als Rechtfertigung für eine unnötig harte oder kritische Beurteilung der Arbeit der Autoren.

Double-Blind-Review

Sowohl der Reviewer als auch der Autor sind anonym.

  • Die Anonymität des Autors verhindert, dass ein Reviewer voreingenommen ist, beispielsweise aufgrund des Herkunftslandes eines Autors oder seiner früheren kontroversen Arbeiten.
  • Artikel, die von angesehenen oder renommierten Autoren verfasst wurden, werden nach ihrem Inhalt bewertet und nicht nach der Reputation.
  • Reviewer können den Autor oft anhand seines Schreibstils, des Themas oder an Selbst-Zitaten identifizieren.
  • Weitere Informationen für Autoren finden Sie in unseren Double-Blind-Peer-Review-Richtlinien.

Open-Review

Reviewer und Autor wissen, wer der andere ist.

  • Einige glauben, dass dadurch am erfolgreichsten bösartige Kommentare und Plagiate verhindert werden. Außerdem werden Reviewer dadurch davon abgehalten, ihre eigene Agenda zu verfolgen und es wird eine offene und ehrliche Reviewing-Arbeit gefördert.
  • Andere glauben, dass das Open-Reviewing weniger ehrlich ist, da Freundlichkeit oder die Angst vor Vergeltung den Reviewer dazu veranlassen könnten, Kritik zurückzuhalten oder abzumildern.

Transparentere Peer-Reviews

Reviewer spielen bei akademischen Veröffentlichungen eine wichtige Rolle, ihr Beitrag ist jedoch oft nicht sichtbar. Drei Elsevier-Zeitschriften veröffentlichen nun auf ScienceDirect ergänzende Review-Dateien zu den Artikeln.

  • Die wichtige Rolle der Reviewer wird anerkannt
  • Bereichert die veröffentlichten Artikel und verbessert das Leseerlebnis

Weiterleitungsservice für Artikel

Elsevier-Autoren können bei Ablehnung ihre Artikeleinreichungen kostenlos von einer Zeitschrift an eine andere weiterleiten, ohne dass die Artikel neu formatiert werden müssen und oft ohne weitere Peer-Reviews.

  • Die Reviewer werden nicht aufgefordert, die gleichen Manuskripte mehrere Male für unterschiedliche Zeitschriften durchzusehen.
  • Die Autoren verlieren keine zusätzliche Zeit mit der Neuformatierung ihrer Manuskripte.

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