Wunschzettel für Mediziner

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Falls noch jemand Anregungen für eigene Wünsche oder auch die lieben Mitkommilitonen braucht, habe ich ein paar Vorschläge für Euch zusammengestellt.

1. das Buch „Patient meines Lebens“ von Bernhard Albrecht. Ich habe es selbst vor einiger Zeit geliehen bekommen und konnte es kaum aus der Hand legen. Der Autor hat verschiedene Ärzte über den „Patienten ihres Lebens“ befragt und die Geschichten dann niedergeschrieben. So handelt eine Geschichte beispielsweise von dem bis dato jüngsten Frühchen Deutschlands und seinen Weg ins Leben. Das Buch ist sehr schön geschrieben und dadurch, dass es sich um reale Geschichten handelt, hat es noch etwas ganz Besonderes. Außerdem finde ich, dass der Autor einen tollen Mittelweg zwischen der medizinischen Seite und den Personen, von denen die Geschichten handeln, gefunden hat. Ich selber lese ungern Fachbücher, wenn ich sowieso schon den ganzen Tag in welche reingeschaut habe.

2. eine Kitteluhr. In meiner Freizeit trage ich primär Uhren mit Lederband, sodass ich diese im Krankenhaus, insbesondere auf Intensivstationen oder in chirurgischen Abteilungen eher ungern trage. Außerdem habe ich auch schon in Krankenhäusern gearbeitet, wo es schlichtweg verboten war, Uhren am Handgelenk zu tragen, deswegen habe ich mir dieses Jahr eine Kitteluhr im Internet zu einem kleinen Preis gekauft. Seitdem möchte ich sie nicht mehr hergeben. Endlich muss ich nicht mehr die Patienten fragen (und die Patienten können auch mich fragen!) oder dreimal über die Station laufen, um eine Uhr zu finden. Außerdem sieht der Kittel auch nicht mehr so trist aus (meine Uhr ist grün gemustert, aber es gibt natürlich auch klassischere Exemplare). Die meisten Kitteluhren haben eine flexible Aufhängung aus Plastik, sodass sie auch super leicht bei Bedarf desinfiziert werden können.

3. Merkkarten für die Kitteltasche. Ob man sich Normwerte nicht merken kann (oder möchte) oder auch für die Untersuchung der verschiedenen Hirnnerven: für fast alles kann man sich Lernkarten holen, teilweise auch im praktischen Kitteltaschenformat. Diese kann man jedoch auch ganz einfach selber basteln. Einfach den gewünschten Karteninhalt in der richtigen Größe ausdrucken und anschließend einlaminieren und zurechtschneiden. Wer möchte, kann so auch sehr personalisierte Karten, zum Beispiel mit dem Namen des Beschenkten oder kleinen persönlichen Zeichnungen, erstellen. Was sich hierfür gut eignet, sind auch EKG-Lineale. Dabei sollte allerdings beim Ausdrucken sehr genau auf die richtige Formatierung geachtet werden.

4. Kugelschreiber! Das, was jeder Mediziner immer braucht und meistens doch nicht hat. Eignet sich meiner Meinung nach super, vor allem wenn man eine Kleinigkeit verschenken möchte. Das Feld an Kugelschreiber für Ärzte oder die, die es mal werden wollen, ist unglaublich groß. Mein persönlicher Favorit sind und bleiben die Kugelschreiber in Spritzenform – häufig sogar mit „Blut“ drin. Man sollte nur aufpassen, sie nicht herzugeben, denn Kugelschreiber haben meiner Erfahrung nach, die seltsame Angewohnheit sich in Luft aufzulösen, sobald man sie in der Klinik einmal aus den Augen lässt.

Ich hoffe, dass ich Euch etwas inspirieren konnte und der ein oder andere, der noch auf der Suche nach Geschenken ist, nun vielleicht eine etwas konkretere Idee hat.

Ich wünsche Euch eine schöne Vorweihnachtszeit und ein ruhiges Weihnachtsfest!

Eure Myriam