Medizin studieren in Köln

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Ihr liebäugelt mit einem Studium in der schönen Domstadt oder habt vielleicht schon einen Studienplatz? Dann herzlich Willkommen in Kölner Modellstudiengang! Ihr fragt euch einmal mehr, was es damit nun wieder auf sich haben soll? Dann seid ihr hier genau richtig, denn ich möchte versuchen, ein klein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Als kleine Anmerkung: Ich habe nie in einem „normalen“ Regelstudiengang studiert, kann es daher natürlich nicht wirklich vergleichen. Aber ich möchte euch ein paar Punkte vorstellen, die in meinen Augen unseren Studiengang kennzeichnen.

Physikum

Wenn man es genau nehmen möchte gibt es bei uns nicht das „eine Physikum“, sondern eine Ärztliche Basisprüfung, welche als Physikumsäquivalenz gilt. Sie unterscheidet sich zum einen durch die zeitliche Organisation. Ihr schreibt nicht an zwei Tagen alle vier Fächer, sondern diese sind einzeln aufgeteilt und voneinander unabhängig zu schreiben. Meist nach dem entsprechenden Semester und teilen sich so auf den Verlauf der Vorklinik auf. Nach Abschluss aller Kurse und Scheine der Vorklinik habt ihr dann noch eine „mündlich-praktische Querschnittsprüfung“ zu absolvieren. Diese besteht aus zwei der vier großen Vorklinikfächer (Anatomie, PsychSoz, Biochemie, Physiologie). Zum anderen werden die Fragen von der Uni Köln selbst geschrieben. Es lohnt sich also durchaus sich zur Vorbereitung an ältere Studierende zu wenden oder die Repetitorien der Dozenten zu besuchen.

Kompetenzfelder

Das ganze Studium über werden euch die sogenannten Kompetenzfelder mehr oder weniger Freude bereiten. Hierbei werdet ihr in der Regel vier bis sechs Vorlesungen zu einem speziellen medizinischen Thema haben, z.B. „Diabetes“, „Depression“ oder „Schlaganfall“. Dozenten aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen werden hierzu Vorlesungen halten und so zur interdisziplinären Lehre beitragen. Am Ende ist meist eine Klausur oder eine Hausarbeit zu absolvieren. Zu Beginn des Studiums werdet ihr hierbei noch von Tutoren begleitet. In der Klinik werden dann die Vorlesungen durch „Problem-orientiertes Lernen“ ergänzt. Hier trefft ihr euch in Kleingruppen und geht Patientenbeispiele durch und bearbeitet selbstgefundene Lernziele. Gerade in der Vorklinik empfand ich die Kompetenzfelder als tolle Abwechslung zu theoretischen Fächern wie Physik und Chemie, sie brachten einem die Medizin direkt näher und regen auch in der Klinik noch dazu an, ein Problem von möglichst vielen Seiten zu betrachten.

KISS

Oder auch „Kölner Interprofessionelles Skills-Lab und Simulationszentrum“. Während eures Studiums werdet ihr hier viele Kurse haben. Ihr lernt zum Beispiel Kommunikationsfähigkeiten im Umgang mit Patienten, worauf ihr beim Thema (Individual-)Hygiene zu achten habt oder habt regelmäßig Kurse im Bereich der Notfallmedizin. Aber auch außerhalb des Lehrplans könnt ihr eure praktischen Kenntnisse und Fertigkeiten weiter ausbauen. Im sogenannten „Peer-Teaching“ könnt ihr – je nach Interesse und Zeit – zum Beispiel lernen Vigos zu legen, Blutabzuehmen oder ein EKG auszuwerten. Um die einzelnen Fertigkeiten auch möglichst praxisnah zu üben, bietet das KISS auch die Möglichkeit an einer kompletten Nachtsimulation im „typischen Rettungsdienst“. Diese ganzen Angebote sind für euch natürlich kostenlos und ihr bekommt so die Möglichkeit mal über den Hörsaalrand hinaus zu blicken.

Neben dem Modellstudiengang hat Köln natürlich auch noch vieles andere zu bieten:

Fachschaft

Von Studenten für Studenten wird hier immer viel rund um das Studium organisiert. Ihr könnt unter anderem im Teddybärkrankenhaus Kindern die Angst vorm Arzt nehmen, Jugendarbeit im Bereich der Sexualaufklärung leisten oder euch für die Organisation und Verbesserung des Studiums einbringen. Beim Eintritt in den klinischen Studienabschnitt erhaltet ihr im Rahmen einer tollen „White Coat Ceremony“ euren ersten weißen Kittel und könnt dies mit Familie und Freunden Feiern. Natürlich dürfen neben dem ganzen Studienernst auch diverse Glühweinabende, Ersti-Fahrten und Sommerfeste nicht fehlen.

Leben und Leute

Die Uniklinik Köln bietet den Vorteil von Zentralität und kurzen Wegen. Kaum ein Kurs (mit vielleicht zwei oder drei Ausnahmen) der nicht innerhalb von ein paar Minuten zu Fuß zu erreichen wäre. Mit der Bahn ist man innerhalb von 5 Minuten mitten in der City oder kann direkt ums Eck auf der großen Uniwiese die Seele baumeln lassen. Auch zeigt sich die schöne Domstadt im Rheinland als weltoffen und freundlich allen Kulturen und neuen Gesichtern offen. Ob in den Bars auf der Zülpicherstraße, in der Innenstadt oder im Hörsaal: man muss nie alleine bleiben und wird herzlich aufgenommen.

Eure Melanie

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