Und jetzt Chirurgie – Pascals PJ-Erfahrungsblog

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Nachdem ich dem großen Komplex „Herz&Gefäße“ den Rücken gekehrt habe, bin ich seit letzter Woche auf der Allgemein/Viszeral Chirurgie eingesetzt. Hier wird wahrscheinlich jeder Student früher oder später einmal landen, gilt das Fach doch als am breitesten aufgestellt.

Nach einer netten Begrüßung durch die Stationsärzte, hatten wir erst einmal eine sehr angenehmen Start in den Tag: Frühstück! Dieses alltägliche Ritual des gemeinsamen Essens irritiert mich immer noch etwas, passt es doch nicht so recht in mein Bild des obercoolen Chirurgen, der nie schläft und 20 Stunden am Tag am OP Tisch steht.

Aber mir soll es recht sein und zumindest hier habe ich mich schnell „eingearbeitet“.

Auf der Station trifft die PJler und die Famulanten zweimal pro Woche die geballte Kraft der Routinelaborkontrollen, d.h. der gesamte Vormittag geht für die Blutentnahmen drauf, was ich mittlerweile aber als weniger schlimm empfinde als am Anfang, denn zumindest die „Blutentnahme“-Skills sind deutlich gewachsen und auch das Legen venöser Zugänge ist mittlerweile eher eine Routineangelegenheit geworden.

Das operative Spektrum deckt von „einfachen“ Cholezystektomien bis zur großen Leberteilresektion oder der kompletten Entfernung der Speiseröhre mit anschließendem Magenhochzug, sehr vieles ab und die PJler sind regelhaft mit im OP eingeteilt, um den ein oder anderen Haken zu stemmen.

Insgesamt werde ich 6 Wochen auf dieser Station verbringen und dann, man glaubt es kaum, ist mein 1. Tertial auch schon vorüber. Bei dem Gedanken kommt sehr entfernt ein wenig Unruhe auf, fühle ich mich in großen Teilen doch nicht wesentlich weiter als vor dem Start ins PJ.

Ihr werdet wieder von mir hören…

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